Argentinien: NEM Stiftung will Urheberrechts-Blockchain für Journalisten entwickeln

Die NEM Stiftung in Argentinien hat eine gemeinsame Absichtserklärung mit einer Journalisten-Gewerkschaft des Landes unterzeichnet. Erklärtes Ziel ist es, ein Blockchain-basiertes System zum Schutz von geistigem Eigentum zu entwickeln, wie Cointelegraph Spanien am 5. Januar berichtet.

Die Absichtserklärung, die mit der Organisation CISPREN eingegangen wurde — einer Journalisten-Gewerkschaft der argentinischen Stadt Cordoba — sieht zunächst die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für das Projekt vor. Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie hofft CISPREN, schwerwiegende Probleme bezüglich des Schutzes von Eigentumsrechten zu lösen, worunter zum Beispiel der Diebstahl von journalistischen Inhalten oder die Umgehung von Nutzungsgebühren fällt.

Der CISPREN Sprecher German Guismondi erklärt gegenüber Cointelegraph, dass die Autoren ihre Inhalte auf die Blockchain hochladen können, wodurch ein zeitlicher Stempel gesetzt wird, der die Echtheit des jeweiligen Stückes verbriefen soll. Zusätzlich werden jeweils noch ein einzigartiger QR-Code und eine digitale Signatur angefügt, die den Autoren im Streitfall als Absicherung dienen sollen.

Blockchain-Technologie wird bereits genutzt, um darüber Inhalte zu verwalten und Kopierschutz zu gewährleisten. So ist die amerikanische Zeitung Forbes zum Beispiel eine Kooperation mit der Blockchain-Plattform Civil eingegangen, um auf dieser journalistische Inhalte zu veröffentlichen. Die zukünftige Planung zielt darauf ab, dass jegliche Inhalte dezentralisiert hochgeladen werden.

Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ist im August ebenfalls eine Partnerschaft mit Civil eingegangen, um die Verwendung der eigenen Meldungen per Blockchain nachvollziehen zu können. Auch hier geht es in erster Linie um den Schutz von Eigentumsrechten, gleichzeitig soll ethisch korrekter Journalismus befördert werden.