Deutsche Bank streicht 18.000 Jobs: Bitcoin bietet "Plan ฿"

Die Deutsche Bank will 18.000 Arbeitsplätze streichen und ihren Investmentbanking-Bereich verkleinern. Das zeichnet ein düsteres Bild der traditionellen Finanzwelt während in der Kryptobranche ein boomendes Wachstum vorherrscht.

Wie Reuters am 7. Juli berichtete, soll diese schwerwiegende Entscheidung der Deutschen Bank zur Aufgabe des Aktienvertriebs- und Handelsgeschäfts führen. Im Jahr 2018 soll dieser Bereich einen Umsatz von 1,96 Mrd. Euro erzielt haben. 

Die DB will zwar ein kleines Eigenkapitalmarktgeschäft beibehalten, plant jedoch auch, den Geschäftszweig mit festverzinslichen Wertpapieren zu reduzieren. Insbesondere fallen darunter auch ihre Zinshandelsplätze, wie es laut Reuters heißt.

Man erwartet, dass dabei rund 18.000 Arbeitsplätze abgebaut werden und es eine 40-prozentige Reduzierung der risikogewichteten Vermögenswerte geben wird, die zum Handelsgeschäft der DB gehören und einen Wert von 74 Mrd. Euro sowie zum 31. Dezember 2018 eine Hebelwirkung in Höhe von 288 Mrd. Euro haben, wie Reuters angibt.

In einem Tweet vom 7. Juli interpretierte Anthony "Pomp" Pompliano, der Mitbegründer von Morgan Creek Digital Assets, diese Nachricht als eine klare Bestätigung für die Akzeptanz von Bitcoin (BTC) und erklärte:

"Die Deutsche Bank will fast 20.000 Stellen streichen. Bitcoin hat keine Mitarbeiter, die entlassen werden könnten. Die DB ist auf die alte Welt ausgerichtet. Und Bitcoin ist auf die neue Welt ausgerichtet."

In seiner Analyse des angeschlagenen Bankensektors behauptete der eToro-Analyst Mati Greenspan, dass die Maßnahme der DB ein weitläufiges politisches Versagen der Führungsebene in der globalen Geldpolitik aufzeige. Er erklärte:

"Das ist der Effekt einer Nullzinspolitik, die langgezogen wurde. Die Zentralbanken machen es Investmentbanken unmöglich, einen Gewinn zu erzielen. Selbst die risikoreichsten Anleihen bieten eine Rendite von weniger 2 als Prozent. Wie kann man erwarten, dass sie damit Geld verdienen?"

Greenspans Gedanke wurde heute auch in einem Bericht der großen britischen Zeitung The Guardian aufgegriffen. In diesem wurde zusätzlich auch angemerkt, dass die DB mit Derivatekontrakten in Höhe von Milliarden von Euro belastet sei. Viele davon sollen an die neu eingerichtete "böse Bank" übergeben werden -  eine so genannte Capital Release Unit, die die Reduzierung der Investmentbanking-Vermögenswerte der DB verwaltet.

Jim Reid, der Leiter der globalen fundamentalen Kreditstrategie der DB, hatte kommentiert, dass sich die friedliche Politik der Zentralbanken positiv auf "alternative" Währungen wie Bitcoin auswirke und gleichzeitig die Investmentbanken schädige. Er erklärte:

"Wenn die Zentralbanken so aggressiv handeln, dann werden alternative Währungen tatsächlich etwas attraktiver."

Darüber hinaus zeige die Tatsache, dass die Entscheidung der DB an einem Sonntag bekannt wurde, eine weitere Schwachstelle des traditionellen Finanzwesens auf, so der Stratege für digitale Vermögenswerte und MVIS-Direktor bei VanECK Gabor Gurbacs. Er twitterte:

"Die Kryptomärkte sind zumindest rund um die Uhr bereit, um auf Nachrichten zu reagieren. Auf traditionellen Märkten müssen einige erst bis zur Marktöffnung warten, um sich über Neuigkeiten, die bereits öffentlich bekannt sind, zu informieren. Für mich scheint das ein ernsthaftes Problem der Marktstruktur zu sein! Es ist Zeit für Plan ฿!"

Wie ein ehemaliger Aktienmakler heute gegenüber BBC erklärte wird diese Ankündigung der Deutschen Bank von vielen als unvermeidliches und verspätetes Aufwachen nach dem Crash im Jahr 2008 betrachtet. Auf dieses Ereignis hat Satoshi vor über einem Jahrzehnt im Bitcoin Genesisblock angespielt.