Illegales Krypto-Mining: Australische IT-Mitarbeiter des Wetterbüros unter Verdacht

Die australische Bundespolizei (AFP) ermittelt gegen zwei Mitarbeiter des Wetterbüros, die mutmaßlich die Computer des Büros zum Mining von Kryptowährungen verwendet haben. Das geht aus einem Bericht der Australian Broadcasting Corporation (ABC) von heute, 8. März hervor.

Die AFP ist letzte Woche am 28. Februar mit einem Durchsuchungsbefehl zum Wetterbüro gegangen und hat zwei IT-Angestellte befragt, von denen einer inzwischen entlassen wurde. ABC berichtet, dass noch keine Anklage erhoben wurde, und sowohl die AFP als auch das Wetterbüro haben es abgelehnt, sich zu den laufenden Ermittlungen zu äußern.

Chris Berg vom RMIT Blockchain Innovation Hub sagte gegenüber ABC, dass die unter Verdacht stehenden Mitarbeiter entweder die Rechenleistung des Büros genutzt haben könnten, um Krypto-Mining zu betreiben, oder den Strom genutzt haben könnten, um nicht selbst für den Strom zu bezahlen:

"Eine Möglichkeit wäre, dass sie versuchen, einige der Geräte zu verwenden, die das Wetterbüro besitzt. Das Wetterbüro hat einige sehr schnelle Computer. Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie nur versuchen, das Wetterbüro für den Strom zu nutzen. Das Mining erfordert sehr viel Strom und sie wollten wahrscheinlich nicht selbst dafür bezahlen."

Letzten Monat wurden in einem ähnlichen Fall mehrere russische Atomingenieure verhaftet, nachdem sie versucht hatten, einen der größten Supercomputer Russlands zum Krypto-Mining zu benutzen.

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