Aserbaidschan: Zentralbank will keine eigene Kryptowährung ausgeben

Die Zentralbank von Aserbaidschan (CBA) habe aufgrund der "großen Risiken" nicht die Absicht, eine staatlich unterstützte Kryptowährung herauszugeben. Das geht aus einem Bericht der englischsprachigen aserbaidschanischen Nachrichtenplattform AzerNews vom 15. November hervor.

Alim Gulijew, der erste Vorsitzende der CBA, betonte, dass die CBA nicht beabsichtige, eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) in naher Zukunft. Der Grund dafür sei, dass digitale Währungen "mit großen Risiken verbunden" seien. Gulijew, der derartige Finanzinstrumente als "riskant und gefährlich" betrachte, fügte hinzu, dass er glaube, dass der hauptsächliche Zweck von Kryptowährungen Geldwäsche sei.

Eine unabhängige israelische Forschungsgruppe, die vom Gouverneur der Bank von Israel gebildet wurde, kam zu einem ähnlichen Schluss, als sie eine mögliche Ausgabe von CBDCs untersuchte. In der Zusammenfassung hat sie empfohlen, dass die Zentralbank des Landes keinen eigenen Token ausgeben sollte, wie Cointelegraph am 7. November berichtete.

Im Sommer veröffentlichte die Bank von Finnland eine Studie mit dem Titel "Die große Kryptowährungs-Illusion". In dieser wurden Kryptowährungen nicht als reale Währungen, sondern als "Buchhaltungssysteme für nicht existierende Vermögenswerte" bezeichnet, wie Cointelegraph am 2. Juli berichtete.

Zu Herbstanfang enthüllte der Vorsitzende des Aserbaidschanischen Internetforums, dass die Regierung plane, Blockchain-Technologie und intelligente Verträge im Rechtssystem des Landes und "im Bereich der öffentlichen Versorgungsunternehmen (Wasser-, Gas- und Stromversorgung)" anzuwenden, wie Cointelegraph am 2. November berichtete.