Thailändische Zentralbank ist offen für Libra, Sicherheit ist oberste Priorität

Veerathai Santiprabhob, der Chef der thailändischen Zentralbank, hat angekündigt, dass seine Institution der Facebook Kryptowährung Libra offen gegenübersteht und deren Nutzung prüfen wird. Dies berichteten örtliche Medien am 19. Juli.

Die entsprechenden Äußerungen hat Santiprabhob im Rahmen einer FinTech Konferenz in Bangkok gemacht, wobei er betonte, dass Facebook die Zentralbank schon mehrfach kontaktiert haben soll. Eine Prüfung von Libra wurde bereits eingeleitet, ein gesondertes Team sondiert dazu zunächst das zugehörige Whitepaper der Facebook Krytpowährung. Allerdings bräuchte der Prüfungsvorgang noch Zeit, wie der Zentralbank-Chef angibt, da man „eine Entscheidung nicht überstürzen will“.

In diesem Zusammenhang hebt Santiprabhob als wichtigsten Gesichtspunkt hervor:

„Momentan kommen so viele verschiedene neue Digitalwährungen auf den Markt, wobei die thailändische Zentralbank alle gleichbehandelt und keine Sonderbehandlung einräumt. Sicherheit ist dabei unsere oberste Priorität und das braucht Zeit.“

Dahingehend ergänz er, dass der Libra „nicht einfach aufkreuzen kann, um bestehende Währungen zu ersetzen“. Den thailändischen Baht will der Zentralbank-Chef dementsprechend nicht gefährdet wissen.

Wie Cointelegraph diesen Monat berichtet hatte, hieß es zuvor, dass der Libra in Thailand Probleme bekommen könnte, da es keinen gesetzlichen Spielraum für die Facebook Kryptowährung geben würde.