CBDC-Projekt der thailändischen Zentralbank wird von R3 und Wipro fertiggestellt

Das Blockchain-Konsortium R3 und das IT-Unternehmen Wipro Limited haben eine Blockchain-Lösung für die Zentralbank von Thailand entwickelt, die Zahlungsabwicklungen per Digitalwährung ermöglichen soll. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom 7. Mai hervor.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, will die Bank of Thailand (BoT), nebst acht weiteren thailändischen Banken, das Blockchain-System nutzen, um interne Zahlungen über eine Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) in Echtzeit abwickeln zu können.

In der ersten Phase des Projektes, das unter dem Namen Inthanon läuft, wird die Blockchain-Lösung auf der Corda Plattform des Konsortiums R3 aufgebaut. Erklärtes Ziel ist es, dadurch den thailändischen Finanzsektor effizienter zu gestalten.

Das Inthanon Projekt wurde erstmals im August 2018 vorgestellt, wobei Thailands Zentralbank schon damals bekanntgab, dass es sich wohl lediglich um eine CBDC handelt, die von Finanzinstituten und auf Kapitalmärkten genutzt werden kann, nicht von der breiten Öffentlichkeit.

Der Gouverneur der Bank of Thailand hatte in einem anderen Zusammenhang gesagt, dass es mindestens 3 – 5 Jahre braucht, ehe Digitalwährungen die Fiat-Währungen langsam ersetzen können.

Die Siam Commercial Bank, Thailands größte Privatbank, hat kürzlich zusammen mit dem staatlichen Öl-Konzern PTT Exploration ein Testprojekt erfolgreich abgeschlossen, bei dem grenzübergreifende Zahlungen per Blockchain durchgeführt wurden.

Am 2. Mai hat die Generalsekretärin der thailändischen Börsenaufsicht, dass eine neue Regulierungsvorschrift verabschiedet wurde, die die Herausgabe von digitalen Firmenanteilen und „tokenisierten“ Wertpapieren ermöglicht.