Eine neue Richtlinie der belgischen Finanzaufsicht FSMA fordert Kryptobörsen und Wallet-Dienstleister, die in Belgien geschäftlich aktiv sind, dazu auf, sich innerhalb kurzer Zeit bei der Aufsichtsbehörde zu registrieren.
Wie aus einer offiziellen Mitteilung der FSMA hervorgeht, müssen sich ab dem 1. Mai 2022 alle Kryptobörsen und Wallet-Dienstleister noch vor Geschäftsaufnahme innerhalb des Landes bei der Finanzaufsicht anmelden.
As from 1 May 2022, providers of exchange services between #virtual #currencies and legal currencies, or custody #wallet services will have to register with the #FSMA. Please consult the FAQs. https://t.co/P44mkovn5L pic.twitter.com/aAdtQ9Dqwx
— FSMA (@FSMA_info) April 29, 2022
Derartige Krypto-Unternehmen, die vor Veröffentlichung der Mitteilung bereits in Belgien geschäftlich aktiv sind, müssen innerhalb der nächsten zwei Monate, also bis zum 1. Juli 2022, die „Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit“ nachweisen.
Neben dieser Anzeige der Geschäftstätigkeit haben bestehende Kryptobörsen und Wallet-Dienste noch vier Monate, also bis zum 1. September 2022, Zeit, um sich bei der FSMA zu registrieren bzw. eine Zulassung zu beantragen.
Um eine bestehende Registrierung bei der FSMA aufrechtzuerhalten, müssen Krypto-Unternehmen sieben bestimmte Bedingungen erfüllen, darunter zum Beispiel, dass sie rechtlich als Unternehmen anerkannt sind und ein Mindestkapital von 50.000 Euro vorweisen können.
Die belgische Finanzaufsicht will eingehende Zulassungsanträge spätestens innerhalb von drei Monaten abarbeiten, sofern alle benötigten Informationen ordnungsgemäß vorgelegt werden. Nach erfolgreicher Zulassung bekommen die Antragsteller eine zugehörige Zulassungsnummer ausgestellt, die bei aller weiteren Kommunikation mit der FSMA anzugeben ist.
Die offene Haltung von Belgien gegenüber Kryptowährungen hat sich zuletzt Anfang 2022 gezeigt, als sich der Parlamentarier Christophe De Beukelaer als erster europäischer Abgeordneter dazu entschieden hat, sein Gehalt in Form von Bitcoin zu beziehen.
Wie Cointelegraph im Januar berichtet hatte, nutzt De Beukelaer die Kryptobörse Bit4You, um sein ausgezahltes Gehalt von 5.500 Euro unmittelbar in BTC zu konvertieren.
Mit diesem Schritt will der Politiker seine Kollegen dazu animieren, sich auch für die Kryptobranche zu öffnen.
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