Die belgische Finanzdienstleistungsaufsicht erhält neue Befugnisse, um Werbung im Zusammenhang mit digitalen Währungen beaufsichtigen. Diese Änderung tritt ab dem 17. Mai in Kraft. Als Vorbereitung hat die Behörde eine Frage unter den Investoren gemacht.
Bei dieser neuen Regulierung stehen drei Aspekte im Vordergrund. Zum einen wird eine genaue und klare Sprache gefordert, ohne dass von zukünftigen Renditen gesprochen wird. Zudem muss in jeglicher Werbung die folgende Warnung stehen:
"Virtuelle Währungen, reales Risiko. Die einzige Garantie bei Krypto ist das Risiko."
Außerdem sollte eine "weitere Warnung die verschiedenen Risiken noch ausführlicher zusammenfassen".
Werbekampagnen, die auf 25.000 oder mehr (Massenkampagnen) Leute abzielen, müssen der FSMA mindestens zehn Tage vorher vorgelegt werden, "damit die FSMA, wenn nötig, eingreifen kann, bevor die Kampagne tatsächlich beginnt".
FSMA Introduces Rules, Launches Educational Video and Game Module to Protect Consumers Investing in Virtual Currencies
— Regxplora (by Regxelerator) (@regxplora) March 20, 2023
Full news: https://t.co/DrJGYVxUhU pic.twitter.com/IWAIdT6oQG
Die FSMA will auch die Aufklärung fördern. Zu diesem Zweck nutzt die Behörde ihr finanzielles Aufklärungszentrum Wikifin. Im November 2022 hat die FSMA im Vorfeld ihrer neuen Befugnisse 1.000 belgische Investoren zu einigen Aspekten befragt.
Über eine Drittel (34 Prozent) der Befragten Investoren im Alter zwischen 16 und 29 haben digitale Wertungen gekauft. In der Altersgruppe zwischen 50 und 59 sind es 11 Prozent. 80 Prozent der Käufer waren dabei männlich. Die meisten Investoren gab es in Flanders (63 Prozent), nur 22 Prozent leben in Wallonia und 15 Prozent in Brüssel.
Krypto-Investments fielen dabei kleiner aus, als traditionelle. Nur 15 Prozent der Investoren halten mehr als 10.000 Euro in Krypto und 31 Prozent halten weniger als 500 Euro in Krypto. Krypto-Investoren hören öfter auf die Ratschläge von Freunden, Familie, Apps und "Robo-Beratern", als traditionelle Investoren.
Die FSMA reguliert seit Mai 2022 Kryptowährungsbörsen. Auch in Großbritannien wurden kürzlich die Voraussetzungen im Hinblick auf Krypto-Werbung nochmals verschärft.
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