Berkshire Hathaway-CEO Warren Buffett bezeichnet Bitcoin als "Muschel"

Der bekennende Kryptokritiker und CEO von Berkshire Hathaway Warren Buffett hat Bitcoin (BTC) wegen seines angeblich fehlenden realen Nutzwerts erneut verspottet. Dabei hat er den Coin mit einer Muschel verglichen, denn er "liegt einfach nur da".

Buffett verwendete diese jüngste Metapher für Kryptowährungen auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Berkshire Hathaway-Hauptversammlung in Omaha, Nebraska, wie CNBC am 4. Mai berichtete.

Der CEO, der auch als Vorsitzender des multinationalen Holdingkonzerns Berkshire Hathaway - mit einem Umsatz von 221 Mio. Euro - fungiert, ist für seine negative Haltung gegenüber Kryptowährungen bekannt. Auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr bezeichnete er diese als "Rattengift im Quadrat". In seinen jüngsten Bemerkungen hieß es von Buffett:

"Er tut nichts. Er liegt einfach nur da. Er ist wie eine Muschel oder so. Das ist keine Investition für mich."

Um weiter zu veranschaulichen, dass er den Coin als rein spekulativen Vermögenswert betrachtet, erklärte Buffett Berichten zufolge:

"Ich reiße mir mal hier einen Knopf ab. Was ich hier nun habe, ist ein kleiner Token...Ich biete ihn 1000 US-Dollar an und versuchen, den Preis bis zum Ende des Tages auf 2000 US-Dollar zu erhöhen...Aber der Knopf hat einen Nutzen und das ist ein sehr begrenzter Nutzen."

Während Buffett, der für seine mutmaßlich klugen Anlageentscheidungen den Spitznamen "Orakel von Ohama" bekommen hat, mit seinen kritischen Kommentaren in Richtung Bitcoin schoss, hat er im Hinblick auf die Blockchain-Technologie jedoch positivere Dinge zu sagen gehabt. Es soll der Technologie das Potenzial zugesprochen haben, das zu halten, was sie verspricht:

"Blockchain...ist sehr groß, aber sie brauchte Bitcoin nicht. J.P. Morgan kam natürlich mit einer eigenen Kryptowährung an."

Laut Bloomberg soll der Wirtschaftsmagnat auch gesagt haben, dass die spekulative Leidenschaft im Zusammenhang mit Bitcoin ihn an den Anblick von Spielern in Las Vegas erinnere. Buffett soll erklärt haben, dass das Phänomen ihn durchaus davon überzeugt, dass er in einer Gesellschaft, in der die Menschen weiterhin spekulieren, obwohl sie wissen, dass sie wahrscheinlich Verluste machen, Gewinne erzielen könne.

Buffets Vizevorsitzender Charlie Munger hat sich der Meinung des CEO angeschlossen. Er hat den Bitcoin-Markt und die Angst davor, etwas zu verpassen, die ihn antreibt, mit dem Handel von Misthaufen verglichen. Deren selbsternannter Schüler Chamath Palihapitiya hat diese sehr strenge Haltung kritisiert.

Palihapitiya - der Gründer und CEO der Risikokapitalfirma Social Capital Palihapitiya - behauptete im Mai 2018, dass Buffet in Sachen "Technologie nicht kompetent" sei und dass beide Vorsitzende einen Fehler machen würden, wenn sie der Kryptowährungs-Innovation so abgeneigt seien.