Binance friert "einige" gestohlene Token von Cryptopia ein

Die große Kryptowährungsbörse Binance hat Token eingefroren, die von dem Unternehmen, das mutmaßlich die neuseeländische Börse Cryptopia gehackt hat, an ihre Wallet geschickt wurden. Das geht aus einem Tweet des CEO Changpeng Zhao vom 16. Januar hervor.

Cryptopia, die ihren Betrieb derzeit eingestellt hat, während die Polizei den Hackangriff untersucht, verlor umgerechnet mindestens 3,1 Mio. Euro in Kryptowährung, wie Quellen berichteten.

Der Gesamtsumme, die gestohlen wurde, ist bisher noch nicht bestätigt worden. Social Media-Nutzer alarmierten Binance wegen verdächtiger Transaktionen von Adressen, von denen man wusste, dass sie mit dem Cryptopia-Diebstahl in Zusammenhang stehen.

Zhao sagte daraufhin, dass das Personal die Token unter Quarantäne gestellt habe, die offenbar in mehreren Chargen hereinkamen: 31.320 Metal (MTL) im Wert von 6.878 Euro und 49.766 KyberNetwork (KNC)-Token im Wert von 6.032 Euro, beide Werte jeweils bei Redaktionsschluss.

"...Wir konnten einige der Gelder einfrieren", schrieb er auf Twitter und fügte hinzu:

"Ich verstehe nicht, warum die Hacker solches Geld immer wieder an Binance schicken. In den sozialen Netzwerken wird ziemlich schnell darüber berichtet und wir werden frieren es ein. Das ist ein äußerst riskantes Manöver für sie."

Cryptopia-Vertreter haben am 15. Januar indessen gesagt, dass das Unternehmen zu den Ereignissen, die zu dem Hack führten, aufgrund der laufenden polizeilichen Untersuchung keinen Kommentar abgeben könne.

Zum Zeitpunkt der ersten Meldung des Hackangriffs kam Verdacht auf, da die Börse nur wenige Tage vor dem Hackangriff große Token-Summen bewegte.