Angebliches „Datenleck“ von Binance legt sensible Nutzerdaten offen

In einem Tweet vom 7. August wehrt sich der Binance Geschäftsführer Changpeng Zhao gegen etwaige Gerüchte über einen vermeintlichen Hack der Kryptobörse, durch den angeblich sensible Nutzerdaten offengelegt wurden.

Zhao entgegnet, dass es sich hierbei um absichtliche Irreführung handelt, um Angst unter den Nutzern der Kryptobörse zu schüren und diese in Misskredit zu bringen. Dementsprechend bittet er die Nutzer, „nicht auf die Meldung über das angebliche Datenleck hereinzufallen“.

Auf Social-Media war die Community zu diesem Zeitpunkt allerdings schon in Panik geraten, nachdem Fotos aufgetaucht waren, auf denen mehrere Personen mit Dokumenten posierten, die scheinbar persönliche Daten einiger Binance Nutzer enthalten.

In einer offiziellen Mitteilung versuchte Binance daraufhin, zu beschwichtigen:

„Wir möchten euch darüber informieren, dass unbekannte Personen uns erpressen und eine Zahlung von 300 Bitcoin im Austausch für 10.000 Fotos fordern, auf denen angeblich sensible Daten unserer Nutzer abgebildet sind. Wir prüfen momentan noch die mögliche Echtheit dieser Bilder.”

Dem fügt die Kryptobörse an, dass eine erste Prüfung bereits ergeben hat, dass die betreffenden Fotos im Februar 2018 aufgenommen wurden, als Binance „einen externen Dienstleister mit der Bearbeitung von bestimmten Kundendaten beauftragt hatte“.

„Wir führen unsere Untersuchung nun gemeinsam mit dem externen Dienstleister durch, um Klarheit zu schaffen. Wir bleiben am Ball und informieren euch, sobald es etwas Neues gibt“, so Binance abschließend.

Telegram-Gruppe veröffentlicht etwaige Fotos

Derweil gewinnt die Telegram-Chatgruppe „KYC is important“ (Deutsch: „Nutzerdaten sind wichtig“), in der die entsprechenden Fotos ebenfalls veröffentlicht worden sind, stark an Zulauf. Innerhalb von nur wenigen Minuten erhöhte sich die Anzahl der Gruppenmitglieder auf 8.300. Die angeblich von der Kryptobörse stammenden Dokumente weisen allerdings nicht das charakteristische Wasserzeichen von Binance auf, weshalb einige Nutzer bereits an der Echtheit der Fotos zweifeln.

Geschäftsführer Zhao bittet derweil, weder der Telegram-Gruppe beizutreten noch deren Link zu teilen, da diese Aufmerksamkeit den vermeintlichen Hackern in die Karten spielen würde:

„Wir sollten uns als Community gemeinsam dagegen wehren und sollten dabei aufrichtig handeln. Meldet die Gruppe und verlasst sie.”

Binance ist eine der weltgrößten Krypto-Handelsplattformen. Vergangenen Monat hat sie sogenanntes Margin-Trading in ihr Angebot aufgenommen, um damit Konkurrenz zu BitMEX aufzubauen.