Binance KR, der südkoreanische Ableger der marktführenden Kryptobörse Binance, wird seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Wie aus der entsprechenden Pressemitteilung von Donnerstag hervorgeht, hat sich die Plattform wegen abnehmender Liquidität und geringem Handelsvolumen für ihren firmeneigenen BKRW-Stablecoin zu diesem Schritt entschieden. Der BKRW ist ein Stablecoin, der im Verhältnis 1:1 an den südkoreanischen Won angebunden ist.
Laut Pressemitteilung beginnt die Schließung ab diesem Donnerstag zunächst damit, dass keine neue Nutzerkonten mehr angelegt werden können. Ab dem 10. Januar 2021 soll dann der Handel eingestellt werden, woraufhin am 29. Januar der vollständige „Shutdown“ folgt. Alle Nutzer von Binance KR haben dementsprechend auch nur bis zum 29. Januar Zeit, ihre Krypto-Gelder in Form des BKRW-Stablecoins in den angehörigen BUSD-Stablecoin oder eine andere von Binance unterstützte Kryptowährung umzuwandeln.
Die in Malta ansässige Kryptobörse Binance hatte erst im März die Gründung ihres südkoreanischen Ablegers bekanntgegeben. Damit hatten sich vorherige Gerüchte bestätigt, dass die marktführende Krypto-Handelsplattform in Kooperation mit dem Fintech-Unternehmen BxB eine Expansion nach Südkorea anstreben würde.
Die geringe Liquidität für den Handel des firmeneigenen Stablecoins in Won ist symptomatisch für das geringe Krypto-Handelsvolumen in Südkorea. So gab es bereits im August 2019 Berichte, dass viele Kryptobörsen des Landes in Schwierigkeiten waren oder gänzlich schließen mussten.
Strenge gesetzliche Vorgaben sollen viele südkoreanische Blockchain-Unternehmen zudem dazu gezwungen haben, ihre Kryptowährungen auf ausländischen Börsen zu notieren, was das Handelsvolumen umso mehr torpediert. Im Jahr 2020 haben Südkoreas Behörden Krypto-Handel nun zwar endgültig legalisiert, nichtsdestotrotz bleiben die strengen Auflagen weiterhin bestehen.
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