Wie Binance-Geschäftsführer Changpeng Zhao am Freitag vermeldet hat, konnte die marktführende Kryptobörse knapp 5,8 Mio. US-Dollar aus dem Hack der Ronin Bridge von Axie Infinity zurückholen. Die gestohlenen Gelder wurden von den Hackern der Lazarus Group auf mehr als 86 Konten bei der Binance aufgeteilt.

Das nordkoreanische Hacker-Kollektiv hatte im März 173.600 Ether und 25,5 Mio. USD Coin zu einem umgerechneten Kurswert von über 600 Mio. US-Dollar aus der zum Blockchain-Game Axie Infinity gehörenden Ronin Brige entwendet.

Nach aktuellem Stand befinden sich noch 180 Mio. US-Dollar an Krypto-Vermögen in einem der von den Hackern genutzten Wallets. Die Blockchain-Sicherheitsfirma Elliptic konnte wiederum aufdecken, dass die Hacker den Großteil des Gelds auf zentralisierte Kryptobörse und in den dezentralisierten Krypto-Mixer Tornado Cash eingezahlt haben. Zum Teil wurden auch gestohlene USDC über dezentralisierte Kryptobörsen in Ethereum konvertiert.

Aus Sorge vor etwaiger Geldwäsche hat die dezentralisierte Kryptobörse (DEX) Uniswap deshalb alle Adressen gescannt, die womöglich mit der Bewegung von „gehackten oder gestohlenen Geldern“ in Verbindung stehen.

Tornado Cash hat in Zusammenarbeit mit dem Krypto-Datendienst Chainalysis nun ebenfalls begonnen, Wallets mit scheinbar illegalen Aktivitäten zu sperren.

Wie Gründer Roman Semenov erklärt, blockiert dieses Screening jedoch nur bestimmte Adressen vom Zugriff auf die zugehörige DApp, die Geldbewegungen auf den darunterliegenden Smart Contracts werden dadurch nicht unterbunden.

Trotz des massiven Hackerangriffs hat Sky Mavis, das Entwicklerstudio hinter Axie Infinity, jüngst 150 Mio. US-Dollar Investitionskapital im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde eingenommen. Diese Gelder wurden zum Teil schon genutzt, um Schadensersatz an betroffene Nutzer zu leisten.

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