Bitcoin (BTC) legte am heutigen Sonntag um bis zu 3 % zu, aber einige Krypto-Experten sind trotzdem nicht überzeugt, dass der Kurseinbruch von BTC damit vorbei ist.
Bitcoin: Kapitulation schon vorbei?
Daten von TradingView zeigten entsprechend, dass der Bitcoin-Kurs die Marke von 71.000 US-Dollar überschritten hat und damit nun schon wieder um 20 % gegenüber den 15-monatigen Tiefstständen vom Freitag im Plus ist.

Zum Wochenabschluss demonstrierte Bitcoin also erneut seine charakteristische Volatilität, weshalb die Marktteilnehmer weiterhin sehr skeptisch sind, ob die Erholung von Dauer sein wird.
Der Krypto-Analyst Filbfilb veröffentlichte in diesem Zusammenhang ein Diagramm auf X, in dem er die aktuelle Kursentwicklung von BTC mit dem Bärenmarkt von 2022 verglich, und schlussfolgerte daraus keine guten Nachrichten für die Bullen.
„Ich werde nicht versuchen, es anders darzustellen, als es tatsächlich aussieht“, kommentierte er das betreffende Diagramm, das den Spotkurs im Vergleich zum 50-Week Exponential Moving Average (EMA) von 95.300 US-Dollar zeigt.

Der Analyst Tony Severino vertrat ähnliche Ansichten, führte mehrere wichtige Indikatoren an und kam zu dem Schluss, dass neue Tiefststände so gut wie sicher seien.
„Die endgültige Kapitulation von BTC ist noch nicht eingetreten“, stimmte der Krypto-Experte BitBull (ebenso wie Filbfilb) mit Bezug auf das Jahr 2022 zu.
„Erst unterhalb der 50.000 US-Dollar-Marke wird sich ein echter Tiefpunkt bilden, an dem die meisten ETF-Käufer Verluste machen werden.“

Die Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Funds (ETFs) in den USA haben derzeit laut Daten des Krypto-Datendienstes Checkonchain durchschnittliche Kaufkosten von 82.000 US-Dollar.
Kursentwicklung wie 2022
Zuvor berichtete Cointelegraph über ein wichtiges Merkmal des Bärenmarktes für Bitcoin, das auf zwei anderen Trendlinien basiert: dem 200-Week Simple Moving Average (SMA) und dem Exponential Moving Average.
Zusammen bilden sie eine „Wolke“ des Supports zwischen 58.000 und 68.000 US-Dollar.
In einer seiner jüngsten Marktanalysen vom Wochenende argumentierte Caleb Franzen, Gründer der Analyseplattform Cubic Analytics, dass auch hier der Geist von 2022 eine Rolle spiele.
„Im Mai 2022 testete Bitcoin erneut seine 200-Week MA-Wolke. Die Bullen dachten: ‚Das war's, wir haben den langfristigen Moving Average erneut getestet und können jetzt weiter steigen.‘ Der Kurs erholte sich sofort in dieser Zone, bildete einen langen Docht und schloss über dem Mittelpunkt der wöchentlichen Preisspanne“, fasste er zusammen.
„Aber dann schwächte sich diese Erholung plötzlich ab... Der Kurs kehrte einige Wochen später in die 200-Week MA-Wolke zurück, konnte sich nicht erholen und durchbrach erst im Juni 2022 die Wolke. Was sehen wir derzeit? Den ersten erneuten Test der 200-Week MA-Wolke mit einem langen Docht.“

Franzen merkt an, dass der Markt den vorherigen Bärenmarkt möglicherweise nicht „perfekt“ nachbilden wird.
„Die Realität ist, dass niemand weiß, was als Nächstes passiert“, räumte er abschließend ein.
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