Mark Cuban relativiert Kritik – „Bitcoin könnte zuverlässiges Finanzinstrument werden“

Der Multimillionär Mark Cuban hat seine bisherige Kritik an Bitcoin (BTC) jüngst relativiert. Während er einige Kritikpunkte weiterhin aufrechterhält, gesteht er mittlerweile ein, dass die marktführende Kryptowährung das Zeug zum zuverlässigen Finanzinstrument hat.

Die entsprechenden Äußerungen machte der erfolgreiche Unternehmer und Besitzer der Dallas Mavericks am 10. Dezember gegenüber Forbes.

Auf die Frage, ob sich Bitcoin jemals als legitime Währung etablieren könnte gab sich Cuban zunächst gewohnt skeptisch als er meinte, dass er hierfür „keine Chance“ sehe, da die Kryptowährung hierfür schlichtweg zu viele Nachteile hätte. Als ihn Forbes anschließend jedoch fragte, ob Bitcoin nichtsdestotrotz ein zuverlässiges Finanzinstrument werden könnte, entgegnete der Investmentexperte:

„Bitcoin ist ein Sammelwert. Wenn Sie Kunst oder Gold als zuverlässiges Finanzinstrument bezeichnen, dann lautet die Antwort Ja. Bitcoin kann ein zuverlässiges Finanzinstrument werden.“

Überzeugt Bitcoin seine Kritiker langsam?

Die scheinbar widersprüchlichen Aussagen von Cuban zeigen eine etwaige Ambivalenz auf, die bei vielen Bitcoin-Kritikern immer mehr zum Problem wird, wenn sie ihre Kritik weiterhin verargumentieren wollen.

Ein gutes Beispiel dafür ist JPMorgan Geschäftsführer Jamie Dimon, der zwar eigentlich auch für seine Bitcoin-Kritik bekannt ist, gegenüber Cointelegraph dies jedoch zuletzt verneinte, als er gebeten wurde zu erklären, was an der Kryptowährung denn betrügerisch sei.

Die Argumentationsweise von Cuban zieht eine Trennlinie zwischen Bitcoin als Finanzinstrument, das mit Gold auf einer Stufe steht, und Bitcoin als Währung. Allerdings lehnen die meisten Bitcoin-Fans eine solche Unterscheidung ab.

Bitcoin-Fürsprecher wie Saifedean Ammous betonen vielmehr, dass die geplante Begrenzung der Umlaufmenge von Bitcoin die wohl größte Stärke der Kryptowährung ist und zwar nicht nur hinsichtlich ihrer Funktion als Wertaufbewahrungsmittel, sondern ebenso im Bezug auf ihre Eignung als Währung. So wären normale Fiatwährungen oftmals von Inflation geplagt, was für Sparer und Anleger einen unweigerlichen Wertverlust bedeutet. Bitcoin könnte hier Abhilfe schaffen, wie auch andere Experten mittlerweile meinen.

Die vorherige Bitcoin-Kritik von Cuban war mitunter heftig, was seinen scheinbaren Sinneswandel umso erstaunlicher macht. So hatte er im September noch gesagt, dass er lieber Bananen kaufen würde als Bitcoin.