Bitcoin: Zweitgrößter Rückgang der Schwierigkeit in der Geschichte

Die Mining-Schwierigkeit bei Bitcoin (BTC) verzeichnete ihren zweitgrößten Rückgang in der Geschichte. Es gab am Montag, 3. Dezember, eine Anpassung von minus 15 Prozent. Das geht aus Daten vom großen chinesischen Mining-Pool BTC.com hervor.

Der Hashing-Schwierigkeitsalgorithmus von Bitcoin wird normalerweise alle zwei Wochen angepasst, um die normale Blockzeit von 10 Minuten einzuhalten. Sie wurde heute zum zweiten Mal seit dem Beginn des so genannten "Krypto-Winters" Mitte November angepasst. Daraufhin hat die Schwierigkeit beim Bitcoin-Mining stetig abgenommen.

Die jüngsten Anpassungen der Bitcoin-Hashing-Schwierigkeit. Quelle: btc.com

Die jüngsten Anpassungen der Bitcoin-Hashing-Schwierigkeit. Quelle: btc.com

Den größten Rückgang in der Geschichte von Bitcoin in Bezug auf die Schwierigkeit gab es am 31. Oktober 2011 mit einer Anpassung von minus 18 Prozent. Der Rückgang um minus 13 Prozent von Mitte Oktober 2011 rangiert in dieser Hinsicht auf Platz 3.

Eine kürzliche Anpassung der Hashing-Schwierigkeit bei Bitcoin folgte auf einen massiven Markteinbruch, bei dem Bitcoin laut CoinMarketCap seit dem 14. November über ein Drittel seines Wertes verlor. Finanzexperten haben den Zusammenbruch des Marktes auf den Regulierungsdruck, den Hash-Rate Krieg nach dem umstrittenen Bitcoin Cash-Hard-Fork und den "schrecklichen" Zustand der globalen Märkte zurückgeführt.

Der Schwierigkeitsrückgang sowie die Panik auf dem Markt und der Wertverlust der Coins zwingen die Miner dazu, aufzugeben. Im September enthüllte der CEO des Krypto-Mining-Pools F2Pool aus China Shixing Mao Daten über die Rentabilität des Mining.

Laut Mao lag die Gewinnschwelle für Bitcoin zwischen umgerechnet 3.420 Euro und 10.180 Euro, je nach Marke und Modell der verwendeten Geräte. Zum Zeitpunkt der Prognose lag Bitcoin bei rund 5.626 Euro.

Ende November, eine Woche nach dem massiven Rückgang, als Bitcoin um 3.780 Euro pendelte, begannen chinesische Miner Berichten zufolge, Mining-Geräte nach Gewicht zu verkaufen anstatt pro Einheit. Laut einem Post von F2Pool wollen Miner insbesondere ältere Modelle, darunter den Antminer S7, den Antminer T9 und den Avalon A741 verkaufen, da sie ihren "Abschaltpreis" erreicht haben.

Nach einer leichten Erholung am Wochenende, bei der Bitcoin es geschafft hat, sich knapp über 3.500 Euro zu halten, ist die weltweit führende Kryptowährung am 3. Dezember wieder gestürzt. Bei Redaktionsschluss lag Bitcoin bei 3.417,14 Euro. Damit ist er innerhalb von 24 Stunden um 7,22 Prozent gesunken.