Der Bitcoin-Kurs (BTC) könnte in den kommenden Tagen zurück über die wichtige Marke von 100.000 US-Dollar klettern und bis auf 107.000 US-Dollar steigen, angetrieben durch eine Kombination aus guten Fundamentaldaten und positiver Konstellation in der technischen Analyse.
Aufsteigendes Dreieck liefert Auftrieb
Bitcoin bestätigte Anfang dieser Woche seinen Ausbruch aus einem mehrwöchigen aufsteigenden Dreieck und trat anschließend in eine klassische Verteidigungsphase nach dem Ausbruch ein.
Nachdem BTC die obere Grenze der Kursspanne bei 95.000 US-Dollar überschritten hatte, fiel der Krypto-Marktführer zurück, um den früheren Widerstand nun als Support zu testen, bevor er wieder nach oben sprang – eine Bewegung, die typischerweise mit der Bestätigung von Aufschwüngen in Verbindung gebracht wird.
Das Halten dieses zurückgewonnenen Niveaus macht die Struktur zum „echten Ausbruch“ und erhält das gemessene Kursziel des Musters bei fast 107.000 US-Dollar, das sich aus der Addition der maximalen Höhe des Dreiecks zum Ausbruchspunkt bis Februar ergibt.

Gleichzeitig näherte sich das Tagesdiagramm von Bitcoin einem potenziellen bullischen Crossover zwischen dem 20-Day (grün) und dem 50-Day (rot) Exponential Moving Average (EMA).
Als BTC das letzte Mal eine ähnliche positive Überschneidung verzeichnete, stieg der Bitcoin-Kurs im nachfolgenden Monat um rund 17 %, was die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends nun entsprechend erhöht, sollte sich das Signal bestätigen.
Verkaufsdruck von langfristigen Anlegern geht zurück
Der Ausbruch von Bitcoin gewann zudem an Glaubwürdigkeit, da der Verkaufsdruck seitens der langfristigen Anleger weiter nachließ.
Die von früheren Bitcoin-Anlegern (OGs) ausgegebenen UTXOs, also Coins, die seit mehr als fünf Jahren ruhen, zeigen, dass sich der momentane Verkaufsdruck nach den jüngsten lokalen Höchstständen erheblich verlangsamt hatte.
Im Januar erreichte der 90-tägige Durchschnitt der ausgegebenen Coins zu Beginn des Zyklus einen Höchststand von fast 2.300 BTC, sank später jedoch auf ein Niveau von 1.000 BTC, was darauf hindeutet, dass weniger Coins auf den Markt kamen.

Zu Beginn der Rallye war der Verkauf durch OGs deutlich über das Niveau des vorherigen Bullenmarktes gestiegen, was auf ein ungewöhnlich attraktives Ausstiegsfenster zurückzuführen war, das durch die Nachfrage nach Spot-ETFs, eine höhere Liquidität und die Beteiligung institutioneller Anleger entstanden war.
„Dies deutet darauf hin, dass inzwischen auch die OGs ihre Verkäufe verlangsamt haben“, kommentierte Analyst DarkFrost die jetzige Entwicklung und fügte hinzu:
„Ihr Verkaufsdruck, der manchmal enorm sein kann, hat deutlich nachgelassen, und der vorherrschende Trend scheint nun eher in Richtung Halten als in Richtung Verkauf zu gehen.“
Der Rückgang der OG-Verkäufe fiel auch mit den größten Nettoabflüssen von Bitcoin aus den Börsen seit Dezember 2024 zusammen, ein zusätzlicher Beleg, dass sich der Verkaufsdruck mindern könnte.

Negative Korrelation mit Gold ist gut für Bitcoin
Ein weiteres Signal, das mit dem momentanen Aufschwung konform ist, kam aus der historischen Beziehung zwischen Bitcoin und Gold.
In früheren Fällen, in denen die Korrelation zwischen BTC und Gold negativ war, stieg Bitcoin innerhalb von etwa zwei Monaten um durchschnittlich 56 %. Die einzige Ausnahme im Mai 2021 war auf exogene Schocks zurückzuführen, darunter Chinas Vorgehen gegen die Mining-Branche und erzwungener Abbau von Leverage (De-Leveraging).

In 2026 scheint die Lage nun günstiger zu sein, unterstützt durch die weltweit steigende Liquidität und das Ende der quantitativen Straffung durch die US-Zentralbank.
Matt Hougan von Bitwise stellte in diesem Zusammenhang fest, dass Bitcoin-Bullenmärkte in der Vergangenheit mit einer Ausweitung der globalen M2-Geldmenge einhergingen, und erklärte, dass der anhaltende geldpolitische Lockerungszyklus dazu führen könnte, dass Bitcoin im Jahr 2026 Gold übertreffen und die Aussichten auf einen anhaltenden Aufwind in höhere Regionen verstärken könnte.

