Bitcoin (BTC) nähert sich zum ersten Mal seit drei Jahren dem „unterbewerteten“ Bereich, da ein wichtiger Indikator aktuell seinen Wendepunkt erreicht.
Bitcoin so unterbewertet wie zuletzt bei 20.000 US-Dollar
Eine am Freitag veröffentlichte Studie der Onchain-Analyseplattform CryptoQuant zeigt dahingehende Entwicklungen beim Verhältnis zwischen Marktwert und realisiertem Wert (MVRV) von Bitcoin auf.
Der MVRV-Index ist ein klassischer Kursindikator, der die Marktkapitalisierung von Bitcoin mit der Kursentwicklung vergleicht, zu dem sich das Angebot zuletzt bewegt hat, auch bekannt als „realisierte Kapitalisierung“.
Werte unter 1 bedeuten, dass das Angebot bei den aktuellen Kursen unterbewertet ist. Als Bitcoin letzte Woche unter 60.000 US-Dollar fiel, erreichte der MVRV 1,13 Punkte – also den niedrigsten Stand seit März 2023, als er bei nur 20.000 US-Dollar gehandelt wurde.
„Nach seinem Allzeithoch im Oktober 2025 befindet sich Bitcoin seit etwa vier Monaten in einem Abwärtstrend und nähert sich nun einer Zone, die als unterbewertet angesehen werden kann“, kommentierte Crypto Dan von CryptoQuant.
„Im Allgemeinen gilt Bitcoin als unterbewertet, wenn das MVRV-Verhältnis unter 1 fällt. Derzeit liegt der Indikator bei etwa 1,1, was darauf hindeutet, dass sich das Kursniveau dem Bereich der Unterbewertung nähert.“

Der MVRV lag zuletzt Anfang 2023 unter 1. Als Bitcoin im vergangenen Oktober sein bisheriges Allzeithoch erreichte, lag das Verhältnis derweil bei 2,28 Punkten.
Angesichts dessen stellte Crypto Dan die Gültigkeit des 52-prozentigen Rückgangs des Bitcoin-Kurses gegenüber seinem Allzeithoch in Frage. Weder der Höchststand noch der Tiefststand, so argumentierte er, seien charakteristisch für ein typisches MVRV-Verhalten.
„Im Gegensatz zu früheren Zyklen erlebte Bitcoin während des jüngsten Bullenzyklus jedoch keinen starken Anstieg in einen eindeutig überbewerteten Bereich“, heißt es in dem Analysebeitrag weiter.
„Es ist wichtig, diesen Unterschied zu erkennen. Infolgedessen könnte sich der aktuelle Rückgang auch von früheren Markttiefs unterscheiden, und es erscheint notwendig, unter Berücksichtigung dieser Möglichkeit zu reagieren.“

Bitcoin steuert auf Tiefpunkt zu
Im Januar berichtete Cointelegraph über erste Anzeichen dafür, dass sich der BTC-Kurs möglicherweise auf eine Trendumkehr vorbereitet.
Auf Basis eines zweijährigen Zeitraums fiel der Z-Score des MVRV-Verhältnisses, das seine Messwerte durch die Standardabweichung der Marktkapitalisierung dividiert, kürzlich auf ein historisches Tief.
„Der aktuelle Z-Score von BTC ist niedriger als während der Tiefpunkte des Bärenmarktes in den Jahren 2015, 2018, dem COVID-Crash 2020 und 2022“, stellte der Krypto-Trader, Analyst und Unternehmer Michaël van de Poppe in diesem Zusammenhang fest.
Diese Woche verwendete CryptoQuant-Mitarbeiter GugaOnChain eine weitere Z-Score-Iteration, um zu zeigen, dass sich BTC/USD in einer „Kapitulationszone” befand.
„Der Indikator deutet darauf hin, dass wir uns der historischen Akkumulationsphase nähern“, schrieb er in einem begleitenden Beitrag.
„Die statistische Abweichung des Z-Scores signalisiert eine große Chance und deutet darauf hin, dass die Talsohle dieses Abwärtstrends gerade erreicht wird.“

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