Bitcoin (BTC) musste am heutigen 4. August weitere Zugewinne wieder abgeben, nachdem nun ein Hauen und Stechen um den 200-Week Moving (MA) in vollem Gange ist.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Kampf um wichtige Marke

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist der Bitcoin-Kurs mit seinen Verlusten wiederholt auf den wichtigen Support abgerutscht, der als rote Linie in einem Bärenmarkt gilt.

Die Handelseröffnung an der Wall Street konnte unterdessen nur für wenig Aufwind sorgen, denn der kurze Sprung über 23.000 US-Dollar war nicht von langer Dauer.

Auch die frohe Kunde, dass sich die einflussreiche Vermögensverwaltung BlackRock mit der führenden Kryptobörse Coinbase zusammengetan hat, hatte keine spürbar positiven Auswirkungen auf den Kurs.

Stattdessen ist der Kampf um den 200-Week MA bei 22.800 US-Dollar in die nächste Runde gegangen. Bullen und Bären streiten sich an dieser wichtigen Marke also um die weitere Kontrolle. Die Krypto-Analysten von Material Indicators verweisen derweil darauf, dass einige Großinvestoren (Wale) heute besonders risikoscheu waren.

„Die lilafarbenen Wale haben historisch den größten Einfluss auf die Kursentwicklung von Bitcoin“, wie die Analysten unter Verweis auf das zugehörige Kursdiagramm erklären. Und weiter:

„Interessant, dass gerade diese abverkaufen und in andere Anlageklassen investieren.“
Kauf- und Verkaufniveaus für Bitcoin (Binance). Quelle: Material Indicators/ Twitter

Dementsprechend dünn ist die Unterstützung am aktuellen Kurs, deutlich größere Nachfrage kann erst wieder bei 22.400 US-Dollar verzeichnet werden. Bei 23.400 US-Dollar bildet sich hingegen neuer Widerstand.

„Auf kurze Sicht sind die Bewegungen zurzeit sehr abgehackt, aber durch das Abräumen der lokalen Hochs können wir uns jetzt wieder auf den Weg zu den unteren Kurszielen machen“, wie der Trader Credible Crypto die momentane Lage zusammenfasst. Dem fügt er an:

„Ich erwarte für BTC ein höheres Tief und dann eine Umkehrung in Richtung 25.000 US-Dollar.“

Buying data hints of upcoming BTC supply shock

Die On-Chain-Daten unterstreichen wiederum, dass ein immer größer werdender Anteil der Umlaufmenge aus dem Markt abgezogen wird und für eine Verknappung sorgt.

Die von den Krypto-Analysten William Clemente und Willy Woo ins Leben gerufene Kennzahl Illiquid Supply Shock (ISS) belegt, dass diese Verknappung zurzeit rasant zunimmt. Der Krypto-Analyst Game of Trades hatte im Juli von einem „massiven Anstieg“ gesprochen.

Je höher die ISS, desto mehr BTC werden aus dem Umlauf genommen, was zur Folge hat, dass es durch das knapper werdende Angebot zu steigenden Kursen kommt.

„Die Anleger sind auf Shopping-Tour gegangen wie zuletzt 2018“, so der Influencer mit Blick auf Daten des Krypto-Marktforschungsinstituts Glassnode.

Bitcoin Illiquid Supply Shock. Quelle: Games of Trades/ Twitter

Glassnode gibt allerdings zu bedenken, dass die Anleger ihre Bitcoin zurzeit immer noch vermehrt zu Verlustpreisen verkaufen, doch immerhin könnte eine baldige Steigerung der Nachfrage bevorstehen.

„Das ist typisch für Bärenmärkte und mit einer Trendwende nimmt dann auch wieder die Nachfrage zu“, wie die Analysten nüchtern resümieren.

Realisierte Gewinne und Verluste der Bitcoin-Anleger. Quelle: Glassnode/ Twitter