Bitcoin ist am heutigen 15. März vor der Handelseröffnung an der Wall Street auf ein wöchentliches Tief abgerutscht.

Abschwung kein Grund zur Sorge
Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView entsprechend zeigen, ist der Bitcoin-Kurs am Freitag auf ein zwischenzeitliches Tief von 65.569 US-Dollar gefallen.
Nachdem der Krypto-Marktführer am Vortag noch ein neues Rekordhoch aufgestellt hatte, wurden die Supports nun dem ersten größeren Belastungstest unterzogen. Bei Redaktionsschluss fungiert das ehemalige Rekordhoch von 2021 bei 69.000 US-Dollar also noch nicht als widerstandsfähige Unterstützung.
Die Marktbeobachter reagierten dennoch überwiegend entspannt, denn in Bullenmärkten gibt es in der Regel immer etwas größere Abschwünge, die den Aufwärtstrend jedoch nicht brechen.
„Der Bitcoin-Kurs ist um 10 % zurückgegangen, wobei Abschwünge von bis zu 30 % in einem Bullenlauf völlig normal sind“, wie der Krypto-Analyst On-Chain College auf X (ehemals Twitter) kommentierte.
„Dieser Abschwung kommt nach einem größeren Sprung auf ein Allzeithoch, während >95 % der Angebotsmenge im unrealisierten Gewinnbereich liegen. Hier gibt es nichts zu sehen, ein ganz normaler Bullenmarkt.“

Die Frage, wie tief es im aktuellen Kurszyklus gehen könnte, beantwortet der Trader Credible Crypto wiederum mit Blick auf einen Block an Nachfrage-Liquidität im Bereich um 64.000 US-Dollar. So hätte sich das Open Interest (OI) durch den jüngsten Abschwung bereits spürbar verringert.
„Das wäre ein sinnvoller Bereich für eine Umkehr/einen Aufschwung, der das verbleibende OI abräumen könnte“, so der Experte weiter.
Sein Kollege Jelle ist ähnlich optimistisch und betrachtet die momentane Kursentwicklung in ihrer Gänze.
„Im aktuellen Zyklus belaufen sich die größeren Abschwünge von Bitcoin im Schnitt auf knapp 20 %“, wie der Analyst unter Verweis auf ein Kursdiagramm zu bedenken gibt. Dem fügt er an:
„Wenn wir hier einen ähnlich großen Abschwung bekommen, dann würden wir bei 58.000 US-Dollar landen. Ich sage nicht, dass es so kommt, aber es ist besser, sich darauf gefasst zu machen.“

In einem weiteren Post räumt Jelle jedoch ein, dass ihn die jüngste Kursbewegung von BTC dennoch überrascht hat.
„Ich habe diesen Abschwung nicht kommen sehen, aber er bereitet mir auch keine Sorgen“, so der Trader, der „noch viel höhere Kursstände in den nächsten Monaten“ erwartet.
Short-Positionen sind rar
Wie Cointelegraph berichtet, löste der aktuelle Rücklauf eine regelrechte Kaskade aus, der viele gehebelte Long-Positionen zum Opfer fielen.
Laut den Daten des Krypto-Analysedienstes CoinGlass summieren sich die Liquidationen in den letzten 24 Stunden immerhin auf knapp 300 Mio. US-Dollar.

Der Krypto-Trader Skew merkt allerdings an, dass dennoch nur sehr wenige Marktteilnehmer zurzeit daran interessiert sind, Short-Positionen zu eröffnen.
„Die Spot-Verkäufe drücken den Kurs, aber dennoch werden weiterhin mehr Long-Positionen abgeschlossen“, so der Experte mit Blick auf die Bitcoin-Futures. Und abschließend:
„Das Perp-Premium liegt inzwischen bei 20.000 – 30.000 US-Dollar. Tiefer wäre besser bei diesen Spot-Verkäufen, aber dennoch werden bisher keine Panik-Shorts eröffnet, sondern allen voran werden Gewinne aus Hedges ausgebucht, was zu Rückläufen führt.“

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