BlackRock-Analysten kündigen und gründen Blockchain-Risikokapitalfonds

Drei Analysten kündigten ihre Stellen bei dem internationalen 5,2-Bio.-Euro-Investmentriesen BlackRock, um den 16,6-Mio.-Euro-Risikokapitalfonds Eterna Capital zu gründen, der sich auf Blockchain-Projekte konzentrieren wird. Das geht aus einem Bericht von Financial News vom 2. Mai hervor.

Der 16,6-Mio.-Euro-Risikokapitalfonds zielt Berichten zufolge darauf ab, institutionelle Investoren anzuziehen und wird unter der Leitung von Andrea Bonaceto tätig sein, der 2014 die Online-Einstellungsplattform HiredGrad gegründet hat. Bonaceto startete den Fonds Ende April in Partnerschaft mit Nassim Olive, Asim Ahmad und Mattia Mrvosevic, die zuvor bei BlackRock1 beschäftigt waren.

Eterna Capital beabsichtigt, in Blockchain-Lösungen zu investieren, die die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, wie zum Beispiel Welthunger, Armut, sauberes Wasser und bezahlbare, saubere Energie erreichen wollen. Bonaceto sagte:

"Ein Beispiel ist die Disintermediation von Banken in Dritte-Welt-Ländern, die wenig Zugang zu Bankdienstleistungen haben. Das Ziel ist, dass Menschen keine Banken brauchen, um einen Kredit zu erhalten, da das Geld auf der Blockchain gehalten werden kann. Oder auch der Verkauf von Solarenergie unter Nachbarn, anstatt sich auf ein Energieunternehmen zu verlassen, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Blockchain für soziale Auswirkungen genutzt werden kann."

Olive sagte, dass seine Erfahrung mit Versicherungsunternehmen bei Blackrock ihn davon überzeugt habe, dass es ein institutionelles Interesse an Investitionen in Blockchain gebe. Große Investoren sind jedoch wegen der Größe des Marktes vorsichtig bei einer direkten Investition in solche Anlagevehikel. Er erklärte:

"2017 war das Jahr von Bitcoin und Initial Coin Offerings (ICOs). Aber wir sind davon überzeugt, dass 2018 das Jahr ist, in dem Blockchain und Kryptos als Vermögenswertklasse aufkommen werden und in dem institutionelles Geld auf diesen Markt kommt."

Olive sagte, es gebe "keine Möglichkeit, dass sie große Institutionen ihren Ruf für den Start einer 20- bis 100-Millionen-Dollar-Blockchain- oder Krypto-Fonds riskieren" würden, fügte er hinzu. "Deshalb gründen immer mehr Leute mit einer institutionellen Erfolgsbilanz ihre eigenen Unternehmungen."

Letzten Monat hat Cointelegraph berichtet, dass die ehemalige Spark Capital-, Twitter- und Facebook-Kommunikationsexpertin Rachel Horowitz ihren Job bei Facebook gekündigt hat, um als Vizepräsidentin für Kommunikation bei der Kryptowährungsbörse Coinbase zu arbeiten.

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