Blockchain-basierter Datenhandel: Forschungsprojekt erbringt Profitabilitätsnachweis

Ein österreichisches Forschungsprojekt hat einen Profitabilitätsnachweis für auf Blockchain-Technologie basierende dezentrale Marktplätze erbracht. Dies meldete der Blog Blockchain Insider am 18. November.

Gewinne durch digitalen Handel mit Daten

Der österreichischen Research Studios Austria Forschungsgesellschaft (RSA FG) sei im Rahmen ihres Leitprojekts Data Market Austria (DMA) der Nachweis gelungen, dass ein sicherer und smarter Datenhandel Gewinne erwirtschaften kann.

“Mit Smart Contracts ermöglichen wir einem Datenanbieter, jederzeit Lizenzen so maßzuschneidern, dass sie für das Geschäftsmodell des Kunden und seinen Zielmarkt geeignet sind“, wird Mihai Lupu, DMA-Leiter und Direktor des Research Studios Data Science der RSA FG zitiert. Die Datendienste sollen laut Lupu einen “echten Mehrwert für Unternehmen und die Öffentlichkeit schaffen”.

Mit dem Data Market Austria wurde eine Beta-Version für eine entsprechende Handelsplattform veröffentlicht. Dort können Unternehmen oder Institutionen über das Portal Datensätze anbieten und über Lizenzvorlagen individuelle Kaufvereinbarungen abschließen. Dies könnten zum Beispiel Standortdaten, Klimainformationen oder Daten zu Migrationsbewegungen sein.

Blockchain-Datenmarktplatz für Autos in Singapur

Ein spezieller Anwendungsfall für den Blockchain-Datenhandel wurde bereits im Juli dieses Jahres durch den Online-Automobil-Marktplatz sgCarMart aus Singapur und das dezentrale Datenaustauschprotokoll Ocean Protocol eröffnet. Dieser soll eine sichere Möglichkeit bieten, Informationen über Gebrauchtwagen in Singapur auszutauschen und darauf zuzugreifen.