Blockchain-Firma BitFury: Partnerschaft mit UN bei Waldprojekt in Kasachstan

Die Blockchain-Entwicklungsfirma Bitfury will gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) an einem Projekt zur Erhaltung und Vergrößerung von Waldflächen in Kasachstan arbeiten.

Wie die Astana Times am 14. Januar berichtete, soll das Projekt dem Land dabei helfen, seine Treibhausgasemissionen im kommenden Jahrzehnt um 15 Prozent zu reduzieren, um seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen von 2016 zu erfüllen.

Kompensation des CO2-Fußabdrucks von Bifury

Bitfury und das UNDP wollen noch in diesem Monat ein Abkommen mit dem kasachischen Ministerium für Ökologie, Geologie und natürliche Ressourcen unterzeichnen, um ein Waldgebiet in der Region Pawlodar zu schaffen.

Das Projekt will mit der Schaffung von 20 Hektar beginnen, die das Kohlendioxid, das beim Betrieb von Bitfury entsteht, aufnehmen sollen. Dieses Kohlendioxid wird dabei von den lokalen Stromversorgern ausgestoßen, die Kohle nutzen. Damit soll der CO2-Fußabdruck von Bitfury zwischen 100 und 110 Prozent ausgeglichen werden.

Die Astana Times erklärte, das Kasachstan derzeit zwar 29 Millionen Hektar Wald habe, der größte Teil davon jedoch von illegalen Waldbränden, Abholzung und Landnutzungsänderungen bedroht sei.

Meruyert Sarsembayeva, eine Expertin für Finanzierungsmechanismen bei der Biodiversity Financing Initiative (BIOFIN), sagte gegenüber Reportern, dass nur ein Teil der 29 Millionen Hektar geschützt sei. Andere Flächen seien vom staatlichen Waldfonds ausgeschlossen. Sarsembayeva erklärte:

"Wir werden mit Wäldern arbeiten, die nicht berücksichtigt und bewirtschaftet werden. Gerade diese Wälder sind von Waldbränden und Krankheiten bedroht. Wenn sie nicht legitimiert und in den Staatsforstfonds überführt werden, kann das dazu führen, dass sie noch mehr Emissionen ausstoßen".

Die Initiative von Bitfury und des UNDP zur Reduzierung von CO2-Emissionen werden von BIOFIN geleitet. Dies geschieht im Rahmen der Arbeit von BIOFIN an der Verbesserung der Waldbewirtschaftung durch Gesetzesänderungen und an der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Emissionsreduktion.

BIOFIN hilft weltweit verschiedenen Ländern, ihre Ausgaben für die biologische Vielfalt zu bewerten und ihre Finanzierungsansätze strategischer zu gestalten, um ökologische Ziele zu erreichen.

Mit Unterstützung der UNO hat Kasachstan seinen jährlichen Energieverbrauch in den letzten fünf Jahren bereits zwischen 25 und 45 Prozent im Rahmen eines Pilotprojekts zur Beheizung von Wohngebäuden reduziert. Das Land will bis zum Jahr 2050 50 Prozent seiner Energie aus nachhaltigen Quellen beziehen.

Yakup Beris, der UNDP-Vertreter für Wohngebiete in Kasachstan, hat gegenüber dem UNDP-Pressedienst gesagt, was das Bitfury-UNDP-BIOFIN-Projekt repräsentiere:

"Die erste Initiative für die Reduzierung von Kohlenstoff-Emissionen für Kasachstan. Wir hoffen, dass das Projekt die Anstrengungen des Landes zur Reduzierung von Kohlendioxid in Partnerschaft mit dem Privatsektor beschleunigen wird. Diese praktischen Lösungen werden eine Institutionalisierung und Ausweitung erfordern".

Rolle von Krypto in der grünen Revolution

Wie Cointelegraph im Herbst 2019 berichtete, hat eine Untersuchung von New Scientist ergeben, dass Bitcoin (BTC)-Mining mit der Bekämpfung des Klimawandels durchaus vereinbar sei. Dabei wurde auch auf die irreführenden Annahmen hingewiesen, die durch einige eher reißerische Berichte und Studien zu diesem Thema entstanden seien.

Zuvor hatten mehrere Energieexperten die Behauptung kritisiert, dass der hohe Energieverbrauch die "Achillesferse" von Bitcoin sei. Sie würden die Debatte gerne vom Energieverbrauch auf die Frage verlagern, wo diese Energie produziert wird und wie diese erzeugt wird.

Im vergangenen Juni ergab eine Studie, dass 74,1 Prozent des Bitcoin-Minings mit erneuerbaren Energien betrieben werde.