BTC-Kurs wieder bei 9.000 US-Dollar: Coronavirus dennoch nicht "Gut für Bitcoin"

Bitcoin (BTC) mag dank der "Wirtschaftsangst" vor dem Coronavirus Zuwächse verzeichnen. Das gehe aber nur bis zu einem gewissen Punkt, so Analysten. 

Die Kryptowährung pendelte am Dienstag bei etwa 9.000 US-Dollar. Das ist ein Plus von 4 Prozent über die Woche betrachtet. Das Coronavirus hat in China unterdessen eine teilweise Blockade ausgelöst. 

Coronavirus: Unsicherheit schleicht sich in die Märkte ein

Derzeit kommen Befürchtungen über die Auswirkungen auf das chinesische Wirtschaftswachstum auf. Auch die Signale deuten global betrachtet darauf hin, dass Investoren kurzfristig vorsichtiger sind.[nsbp]

Für den Cointelegraph Markets-Analysten Mati Greenspan ist die Stimmung bereits greifbar geworden. Er lud ein Diagramm zu den US-Anleiherenditen hoch, aus dem hervorgeht, dass die Entwicklung innerhalb eines Monats bereits höhere Renditen erbrachte als die Siebenjahres-Optionen.

"Das bedeutet, dass die Investoren kurzfristig mit Schwierigkeiten rechnen", erklärte er in einem Kommentar.

Diese wirtschaftliche Unsicherheit und das Unbehagen auf den Märkten haben oft zu einem verstärkten Anstiegsverhalten bei Bitcoin geführt. Wie Cointelegraph erklärte, war die Iran-Krise Anfang des Monats nur eines von vielen geopolitischen Ereignissen, die den Bitcoin-Kurs zu beflügeln schienen.

Greenspan merkte zwar an, dass Bitcoin weiterhin ein äußerst unkorrelierter Vermögenswert sei, doch in Mainstream-Medien heißt es, Bitcoin würde sich den traditionellen Märkten widersetzen und nur aufgrund des Coronavirus Zuwächse erzielen. 

Einem Bericht der Financial Times zufolge, der den Titel "Coronavirus ist gut für Bitcoin" trägt, wurde besonders kritisiert. Der Bericht berief sich auf zwei zufällige Twitter-Konten, die dem Altcoin XRP zugerechnet werden, als Quellen.

Wie Cointelegraph berichtete, hat Bitcoin im Vorfeld der jüngsten Kursentwicklungen seit Langem immer bessere technische Fundamentaldaten aufgewiesen.

Vays: Virus würde BTC im Falle einer Epidemie "verletzen"

Bei der Diskussion über die Auswirkungen des Coronavirus hat der Trader Tone Vays dennoch dagegen argumentiert, dass die Krankheit fortwährend zu weiteren Gewinnen führen könnte.

Wenn es sich beispielsweise international ausbreiten würde, würden Investoren in Panik geraten und wahrscheinlich weniger spekulieren. Das heißt, dass sie auch weniger Interesse an nicht-traditionellen Vermögenswerten wie Bitcoin hätten. 

In der letzten Folge seiner YouTube-Serie Trading Bitcoin sagte Vays:

"Das Coronavirus bringt eine gewisse Wirtschatsangst mit sich. Daher ist es so, dass die Furcht vor einer Ausbreitung des Coronavirus sicherlich den Aufstieg von Bitcoin eher begünstigt als dem Aufstieg von Bitcoin schadet

Vays erklärte auch, dass Bitcoin sich mehrere Tage über 9.000 US-Dollar halten müsste, um einen Bullenmarkt zu bestätigen.

Google-Suchanfragen zu

Google-Suchanfragen zu "Coronavirus" und "Bitcoin". Quelle: Google Trends

Unterdessen unterstreichen die Daten von Google Trends die fehlende Korrelation zwischen der Krise und Bitcoin. Die Anzahl der Suchanfragen nach Bitcoin blieben den letzten Monat über vergleichsweise gering.