Vitalik Buterin begrüßt Kombination von Bitcoin und Ethereum

Ethereum Mitgründer Vitalik Buterin sieht eine „pluralistische Zukunft“ der Kryptowährungen und befürwortet eine Kooperation zwischen Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH).

Spieleentwickler kombiniert Bitcoin und Ethereum

Am 31. Juli hatte der Blockchain-Spieleentwickler Blockade Games einen Artikel veröffentlicht, in dem er erklärt, wie er das Bitcoin Lightning Network (LN) in einem seiner Spiele als Brücke zu den darin genutzten Ethereum Smart-Contracts einsetzt. Während das Spiel also auf dem Ethereum-Netzwerk abläuft, werden die dafür getätigten Zahlungen über Bitcoin abgewickelt.

Vitalik Buterin griff diesen Artikel am 2. August auf und verbreitete diesen über sein Twitter-Konto, wobei er explizit hervorhob, dass Bitcoin und Ethereum sich gegenseitig sinnvoll ergänzen können, obwohl die beiden marktführenden Kryptowährungen zumeist als arge Konkurrenten gesehen werden. Hieraus schlussfolgert Buterin, dass die Zukunft der Kryptowährungen „vielfältig und pluralistisch“ sei. Demnach wäre also genug Platz für verschiedene Projekte, die miteinander koexistieren können.

Schon Anfang Juli hatte Buterin sich ähnlich versöhnlich gezeigt, als er anregte, dass die Blockchain von Bitcoin Cash dem Ethereum-Netzwerk vorübergehend helfen könnte, seine Skalierungsprobleme zu lösen.

Synergie statt Kannibalisierung

Blockade Games betont im eigenen Artikel, dass Ethereum eine wichtige technische Grundlage für das Blockchain-Gaming bietet, allerdings geht das Unternehmen ebenfalls davon aus, dass Bitcoin sich letztendlich als Kryptowährung der Wahl durchsetzen wird. Buterin geht jedoch nicht davon aus, dass dies zwangsläufig in einer Kannibalisierung endet, vielmehr scheint er die Hoffnung einer Synergie zu hegen.

Wie es in dem ursprünglichen Artikel heißt, will Blockade Games das Spiel namens Neon District, das Bitcoin und Ethereum verbindet, in den nächsten Wochen offiziell auf der Ethereum-Blockchain veröffentlichen. Dies hat der Technische Leiter Ben Heidorn bereits gegenüber CoinDesk bestätigt.

Das Lightning Network ist ein sogenannter „Second Layer“, also eine zweite Ebene, die parallel zum Bitcoin-Netzwerk läuft, um bestimmte Transaktionen darauf auszulagern. Hierdurch soll das Volumen der möglichen Bitcoin-Zahlungen drastisch erhöht werden, weil das eigentliche Netzwerk nur über beschränkte Kapazitäten verfügt.