Feb 15, 2019

Kanadischer Richter vertagt Entscheidung über den QuadrigaCX-Fall

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Ein kanadischer Richter hat die Entscheidung über die rechtliche Vertretung von Kunden der großen kanadischen Kryptowährungsbörse QuadrigaCX vertagt. Die Nachricht wurde vom kanadischen Rundfunk-Reporter Jack Julian am 14. Februar auf Twitter veröffentlicht.

Am Donnerstag, dem 14. Februar, soll der Oberste Gerichtshof von Nova Scotia über ein Dutzend Anwälte versammelt haben, die 115.000 Kryptowährungshändler vertraten, denen die Quadriga rund 172 Millionen Euro schuldete, nachdem der Gründer der Börse, Gerald Cotten, plötzlich verstorben war. Insbesondere suchen die Kunden nach 45 Mio. Euro in Bar und Bitcoin (BTC) sowie weitere Kryptowährungen in Höhe von 125 Mio. Euro.

Michael Wood sagte Berichten zufolge, dass er innerhalb einer Woche eine schriftliche Entscheidung in dem Fall treffen werden. In der Zwischenzeit hat der vom Gericht ernannte Beobachter, Ernst & Young, bekannt gegeben, dass die Börse den Anwälten derzeit etwa 66.500 Euro schuldet, während Quadriga behauptet, dass bis heute nichts haben.

Maurice Chiasson, ein Anwalt, der Quadriga vertritt, gab Berichten zufolge bekannt, dass Cottens Ehefrau Jennifer Robertson „wie versprochen 250.000 CA $ der 300.000 CA $ gezahlt hat, um diesen Prozess zu finanzieren. Das Geld wird aber nur für die nächsten zwei Wochen reichen, wenn überhaupt".

Nach der Einreichung durch die konkurrierenden juristischen Teams sagte Wood, er sei "nicht sicher, ob Sie mir das Leben leichter gemacht haben". Ernst & Young sagten, die ersten neun Tage des Prozesses seien "hektisch" und betonten die Notwendigkeit zur Stabilisierung der laufenden Ermittlungen in Quadrigas Betrieben.

Am 13. Februar berichtete Cointelegraph, dass in einem kürzlich veröffentlichten Bericht von Ernst & Young mit dem Titel "Erster Bericht des Beobachters "das "Big Four"-Überprüfungsunternehmen folgendes festgestellt hatte:

"Am 6. Februar 2019 übertrug Quadriga versehentlich 103 Bitcoins im Wert von rund 415.423 Euro an Quadriga-Wallets, auf die das Unternehmen derzeit keinen Zugriff hat. Der Beobachter arbeitet mit dem Management zusammen, um diese Kryptowährung möglichst aus den verschiedenen Cold-Wallets abzurufen.“

Im Zuge des Audits sicherte sich Ernst & Young eine Reihe elektronischer Geräte von Quadriga — Berichten zufolge aus dem Besitz oder der Verwendung von Cotten — einschließlich vier Laptops, vier Mobiltelefonen und drei vollständig verschlüsselten USB-Schlüssel. Ernst & Young hat die Geräte Berichten zufolge in einem Safe eingelagert.

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