CBOE: Neuer Antrag auf Notierung eines Bitcoin-ETF bei US-SEC

Die Chicago Board Options Exchange (CBOE) hat zusammen mit der Investmentfirma VanEck und dem Finanzdienstleistungsunternehmen SolidX erneut eine Regeländerung zur Notierung eines börsengehandelten Bitcoin (BTC)-Fonds (ETF) bei der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) beantragt. Der strategische Direktor für digitale Vermögenswerte bei VanEck Gabor Gurbacs hat den öffentlichen Antrag am 31. Januar bekanntgegeben.

ETFs sind Wertpapiere, die einen Korb von Vermögenswerten verfolgen, die proportional in den Anteilen des Fonds enthalten sind. Sie werden von einigen Leuten als ein potenzieller Schritt nach vorne für die Masseneinführung von Kryptowährungen als reguliertes und passives Anlageinstrument betrachtet.

Die CBOE hatte seinen Antrag auf eine Regeländerung zur Notierung eines Bitcoin-ETF am 23. Januar zunächst zurückgezogen. Ein CBOE-Sprecher sagte gegenüber Cointelegraph, dass der Antrag aufgrund des Shutdown der US-Regierung zurückgezogen worden sei, da sich der Prüfungszeitraum am 27. Februar dem Ende zugeneigt hatte. Einige Rechtsexperten haben damals erklärt, dass die SEC aufgrund des Shutdown nur in begrenztem Umfang tätig gewesen sei. Zu dem Shutdown kam es infolge einer Uneinigkeit unter den Politikern hinsichtlich einer geplanten Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Ein Shutdown in den USA bedeutet, dass viele öffentliche Behörden nicht mehr finanziert werden, und zwar so lange, bis eine politische Einigung erzielt wird.

Das Antragsverfahren hat sich mehrfach verzögert, da die SEC ihre Entscheidung mehrfach verschoben hatte. Die Unternehmen haben am 6. Juni 2018 erstmals die Notierung eines Bitcoin-ETF bei der SEC beantragt. Im August verschob die Kommission ihre Entscheidung über die Notierung des ETF auf den 30. September. Die Kommission forderte daraufhin weitere Stellungnahmen im Hinblick auf die Entscheidung an und behauptete, dass die Behörde sich noch keine "abschließende Meinung in Bezug auf die Fragen" zur Regeländerung gebildet habe.

Im Dezember wurde die Entscheidung erneut verschoben. Da die vorgeschlagene Regeländerung erstmals am 2. Juli 2018 im Bundesregister veröffentlicht wurde, beträgt die maximale Prüfungsdauer 240 Tage und fiel damit auf den 27. Februar 2019.