Cointelegraph
Amaka Nwaokocha
Verfasst von Amaka Nwaokocha,Ehemaliger Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Celsius gibt erstmals wieder Auszahlungen für bestimmte Kunden frei

Bestimmte Kunden können nun wieder bis zu 72,5 % ihrer Krypto-Gelder von der insolventen Krypto-Plattform Celsius ausbuchen.

Celsius gibt erstmals wieder Auszahlungen für bestimmte Kunden frei
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Die bankrotte Krypto-Kreditplattform Celsius hat nach langem Warten nun endlich mit Auszahlungen für ausgewählte Benutzer begonnen. Dies ist eine entscheidende Entwicklung für das Unternehmen und seine Kunden inmitten finanzieller Instabilität und rechtlicher Probleme.

Laut einem entsprechenden Gerichtsdokument vom United States Bankruptcy Court for the Southern District of New York sind Nutzer des Verwahrungsdienstes von Celsius, die unter „Class 6A General Custody Claims“ und „Class 6B Withdrawable Custody Claims“ fallen, jetzt zu Auszahlungen berechtigt, wobei für diese eine Frist bis zum 28. Februar 2024 festgelegt wurde.

Berechtigte Kunden können demnach bis zu 72,5 % ihrer Krypto-Vermögen abzüglich der Transaktionsgebühren abheben. Kunden, die den Sanierungsplan der Plattform ablehnten, sind allerdings ausgeschlossen. Stattdessen wird ein Prozessverwalter deren Vermögenswerte für eine Dauer von sechs Monaten unabhängig verwalten.

Seit der Insolvenzanmeldung im Juli 2022 hat die Plattform verschiedene rechtliche Hindernisse überwunden. Im März wurde schließlich ein Vergleichsplan gebilligt, der den Inhabern von Einlagenkonten 72,5 % ihrer Gelder in zwei Raten im Jahr 2023 zusichert.

Nach einer Änderung genehmigten die Gläubiger im September dann den Sanierungsplan des Unternehmens und ebneten damit den Weg für die Ausschüttung von rund 2 Milliarden US-Dollar in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). In einer Ankündigung vom 20. November gab Celsius bekannt, dass das Kerngeschäft des im Rahmen des Plans vorgeschlagenen neuen Unternehmens NewCo das Bitcoin-Mining und nicht das Staking sein wird.

Celsius hat sich also inzwischen durch ein Insolvenzverfahren und mehrere Klagen von verschiedenen Aufsichtsbehörden manövriert. Die US-Börsenaufsicht (SEC), die Marktaufsicht (FTC) und die Handelsaufsicht (CFTC) haben allesamt Klagen gegen das Unternehmen und seinen CEO Alex Mashinsky eingereicht, die sich vor allem auf den Vorwurf der Kundentäuschung beziehen. Obwohl sich Celsius mit der FTC auf einen Vergleich in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar einigte, wird Mashinsky weiterhin ein Strafverfahren drohen.

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