CEO der BBVA Bank: Blockchain "ist unreif und steht vor großen Herausforderungen"

Carlos Torres, der Geschäftsführer der spanischen Bank BBVA sagte, dass Blockchain-Technologie "nicht ausgereift" sind und vor großen Herausforderungen stehen, wie el Economista am 18. Juni berichtete.

Torres äußerte seine Bedenken über Blockchains aktuelle Limitationen bei einem Event, das von der spanischen Assoziation für Wirtschaftsjournalismus organisiert wurde und sich um die Zukunftsmöglichkeiten der Technologie dreht.

Laut Torres sind die zwei Hauptherausforderungen für Blockchain die "Volatilität der zugrunde liegenden Währungen" sowie mögliche Übereinstimmungsprobleme mit Steuerautoritäten und finanziellen Regulatoren.

Trotz der aktuellen Hürden betrachtet Torres die Vorteile der Blockchain-Technologie als wichtig für das Geschäftsmodell der Bank. "Wenn sie reifer ist und die Regulatoren bereit sind" will die BBVA laut Torres die nötigen Werkzeuge besitzen, um die Technologie auf sämtliche relevanten Anwendungsfälle, wie beispielsweise Konsortialkredite, anwenden zu können.

Er fügte hinzu, dass Blockchain angesichts seines Potenzials ein angemessener, uneingeschränkter wenn auch beobachteter Freiraum für Entwicklungen gewährt werden sollte.

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) ist eine Bank im Norden Spaniens, die im späten 19. Jahrhundert in Bilbao gegründet wurde. Laut einem Economipedia-Report war die BBVA im Jahr 2017 Spaniens zweitgrößte Bank nach Wertanlagen und Kapitalisierung.

Im April wurde sie zur ersten globalen Bank, die einen Kredit per Blockchain-Technologie vergab. Die BBVA führte den gesamten Kreditprozess, von der Verhandlung der Konditionen bis hin zur Unterzeichnung, über ein Distributed Ledger aus. Mit der Blockchain-Technologie soll die Verhandlungszeit für den 75 Mio. Euro Kredit von "Tagen auf Stunden" verkürzt worden sein.

Damals gab Torres bekannt, dass die Bank noch "viele andere Transaktionen in der Warteschleife" hat und darüber hinaus ein Pilotenprogramm mit der spanischen Telekommunikationsfirma Indra starten wird. Indra hatte sich in der Vergangenheit selbst als "an der Vorderfront" für Blockchain-Applikationen beschrieben.