Die US-Handelsaufsicht – die United States Commodity Futures Trading Commission (CFTC) – hat Klage gegen Stephen Ehrlich, den ehemaligen CEO der Krypto-Kreditplattform Voyager Digital, eingereicht.
In einer Ankündigung vom 12. Oktober teilte die CFTC entsprechend mit, dass sie beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York Klage gegen Ehrlich und Voyager wegen angeblichen Betrugs und ausbleibender Registrierung im Zusammenhang mit der Plattform und deren „nicht registrierten Produktangebot“ eingereicht habe. Die Behörde kündigte an, dass sie Rückzahlungen, Schadensersatz und zivilrechtliche Geldstrafen sowie ein dauerhaftes Handels- und Registrierungsverbot anstrebe.
„Ehrlich und Voyager haben die Voyager-Plattform fälschlicherweise als „sicheren Hafen“ angepriesen, mit dem hohe Renditen erzielt werden könnten, um die Kunden zum Kauf und zur Haltung von Krypto-Vermögenswerten zu bewegen“, wie die CFTC in der Klageschrift erklärte.
In einer parallelen Klage erklärte die Verbraucherschutzbehörde FTC derweil, sie habe mit Voyager einen Vergleich abgeschlossen, der dem Unternehmen dauerhaft verbietet, Vermögenswerte zu verwalten, und reichte vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eine gesonderte Klage gegen Ehrlich ein, weil dieser behauptet hatte, dass die Konten von Voyager durch die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) abgesichert seien. Im Rahmen des vorgeschlagenen Vergleichs werden Voyager und deren Tochtergesellschaften eine Strafe von 1,65 Milliarden US-Dollar zahlen.
Die Klage der FTC konzentrierte sich auf Voyager, das behauptete, dass Einlagen in USD Coin (USDC) durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds FDIC gesichert wären. Ehrlich soll zudem mehrere Millionen Dollar von Voyager an seine Frau Francine überwiesen haben, die in der FTC-Klage als Mitangeklagte genannt wurde. Bei beiden Klagen ging es um angeblich betrügerische Aussagen Ehrlichs über die finanzielle Lage von Voyager im Jahr 2022.
Voyager beantragte im Juli 2022 inmitten des Abschwungs auf dem Kryptomarkt Insolvenzschutz nach Chapter 11, wobei das Verfahren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch andauert
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