Chile: Finanzministerium richtet Blockchain-Plattform für öffentliche Zahlungen ein

Die Staatskasse der Republik Chile (SdR), das die Eintreibung von Steuern im Land beaufsichtigt, hat eine Blockchain-Plattform zur Zahlungsabwicklung eingerichtet, wie aus einer Pressemitteilung vom 19. Dezember hervorgeht.

Die SdR - eine Institution unter der Schirmherrschaft des Finanzministeriums - traf sich im Oktober 2018 Berichten zufolge zunächst mit der digitalen Regierungsabteilung des Ministerialsekretariats des chilenischen Vorsitzes , um das Pilotprojekt zu diskutieren. Damals kündigten die Regierungsmitarbeiter an, eine Blockchain-Plattform einzurichten, um Bürger, Finanzintermediäre und Lieferanten zusammen zu bringen.

Laut der Erklärung vom Dezember ist das Pilotprojekt für die Plattform nun gestartet worden. Die Plattform speichert Transaktionen, die von öffentlichen chilenischen Institutionen - wie Steuerzahlungen oder Patentgebühren - abgewickelt werden, in einer Blockchain. Vor der Aufzeichnung der Transaktion sind alle am Prozess beteiligten Knoten verpflichtet, diese zu genehmigen.

Die SdR hofft, dass eine gemeinsame Datenbank, die von Regierungen, Institutionen und Banken genutzt wird, dazu beiträgt, Datenunterschiede zu beseitigen, den Zeitaufwand für Zahlungen zu verringern und die Betriebskosten zu senken. Gleichzeitig soll dabei das erforderliche Sicherheitsniveau für personenbezogene Daten gewährleistet werden.

Die chilenische Regierung testet die Blockchain in mehreren Bereichen, einschließlich des Energie- und Finanzsektors. Im April kündigte die chilenische nationale Energieregulierungsorganisation den Start eines Projekts an, das auf der Ethereum (ETH)-Blockchain basiert. Dabei sollen Daten aus dem Energiesektor des Landes erfasst werden.

Das chilenische Parlament prüft derzeit einen Gesetzentwurf zur Blockchain-Annahme, der im Oktober von lokalen Abgeordneten vorgelegt wurde. Der Entwurf schlägt vor, die Vorteile von Blockchain-basierten Sicherheits- und Energielösungen zu untersuchen.