China: Kryptobörse IDAX sperrt Cold Wallet

Die chinesische Kryptowährungsbörse IDAX hat die Ein- und Auszahlungen ausgesetzt, nachdem ihr CEO angeblich verschwunden ist.

In einem Blog-Post vom 29. November teilte IDAX mit, dass der Verbleib von Lei Guorong derzeit unbekannt sei. Zuvor verzeichnete das Unternehmen einen großen Andrang an Abhebungen.

IDAX: Zugriff auf Cold Wallet "eingeschränkt"

"Nach der am 24. November veröffentlichten Ankündigung, ist der CEO von IDAX Global aus unbekannten Gründen verschwunden. Kein Mitarbeiter von IDAX Global hatte seither Kontakt zum CEO von IDAX Global", heißt es.

In dem Blog-Post heißt es weiter, dass das Cold Wallet des Unternehmens vorsichtshalber gesperrt wurde, um Benutzergelder zu schützen:

"Aus diesem Grund wurde der Zugriff auf Cold Wallet, in dem fast das gesamte Kryptowährungsguthaben von IDAX gespeichert sind, eingeschränkt, sodass der Einzahlungs- / Auszahlungsservice momentan nicht zur Verfügung steht."

IDAX hat Lei weder direkt mit dem Zugriff auf die Cold Wallet in Verbindung gebracht, noch darauf hingewiesen, dass das Geld der Benutzer besonders gefährdet ist.

Börsen spüren erneuten Druck

Das Debakel folgt auf eine umstrittene Phase der Kryptowährung in China, nachdem die Behörden letzte Woche das Handelsverbot des Landes für 2017 erneut bekräftigt hatten. Wie Cointelegraph berichtete, schwor die Zentralbank, alle Börsen, die sie gegen das Verbot verstießen, zu „entsrogen“.

IDAX stellte Anfang letzter Woche den Service für chinesische Kunden ein. Seine missliche Lage ist dennoch ein weiteres Beispiel für die Fallstricke, die entstehen, wenn man einer dritten Partei bei der Verwahrung seiner Kryptos vertraut.

Anfang dieser Woche hat die südkoreanische Börse Upbit ebenfalls den Zugang der Nutzer zu Geldern gesperrt, nachdem bei einer verdächtigen Transaktion mehr als 50 Millionen US-Dollar auf einmal aus den Büchern verschwunden waren.

Während die Anleger die Risiken zu kennen scheinen, zeigen die jüngsten Daten, dass selbst institutionelle Händler es immer noch überwiegend vorziehen, anderen mit ihren Mitteln zu vertrauen.