China: Drei Hacker wegen mutmaßlichen Krypto-Diebstahls verhaftet

Die chinesische Polizei hat drei "äußerst erfahrene" Hacker verhaftet, die unter Verdacht stehen, bis zu 600 Millionen Yuan (etwa 76,4 Mio. Euro) in Krypto gestohlen zu haben, wie die lokale Nachrichtenagentur Xinhua am 18. August berichtete.

Berichten zufolge habe zunächst eine Person, deren Nachname mit Zhang angegeben wird, ihre Beschwerde am 30. März bei der örtlichen Polizei in der nordwestlichen Stadt Xi'an eingereicht.

Das Opfer behauptete, sein Computer sei gehackt worden, und dass dabei Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und andere Kryptobestände im Wert von bis zu 100 Millionen Yuan (12,7 Mio. Euro) gestohlen wurden.

Erste Ermittlungen durch eine spezielle Polizeieinsatztruppe ergaben, dass die Verdächtigen mittels eines Remote-Angriffs Gelder von Zhangs Computer transferiert haben, ohne eine Spur zu hinterlassen, was Berichten zufolge ein "seltener Fall" sei.

Die Behörden sollen von mehreren lokalen Internet Service Providern unterstützt worden sein, so dass sie den ersten Verdächtigen, eine Person namens Zhou, innerhalb von drei Monaten identifizieren konnten. Nach zwei weiteren Monaten wurden nun alle drei Komplizen in verschiedenen Regionen Chinas verhaftet - in den Provinzen Huan und Changchun sowie in Peking.

Den drei Verdächtigen wird vorgeworfen, eine ganze Reihe von Remote-Angriffen gegen Unternehmen und Einzelpersonen koordiniert zu haben, die ihnen insgesamt 600 Millionen Yuan (rund 76,4 Mio. Euro) eingebracht haben sollen. Die Untersuchungen gehen weiter, wie Xinhua weiter berichtet.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, hat die chinesische Polizei Anfang des Sommers insgesamt 20 Verdächtige in einem großen Kryptojacking-Fall festgenommen, bei dem angeblich über eine Million Computer infiziert und im Laufe von zwei Jahren 15 Millionen Yuan (etwa 1,93 Mio. Euro) an illegalen Gewinnen generiert wurden.