CNBC-Analyst: Bitcoin-ETF wahrscheinlich bis Februar 2019 genehmigt

Der Kryptoanalyst Brian Kelly hat am 23. August in einem Interview bei Fast Money auf CNBC vorausgesagt, dass die Genehmigung eines Bitcoin (BTC)-Börsenhandelsfonds (ETF) "sehr wahrscheinlich" und "frühestens" im Februar 2019 kommen werde.

Kellys Vorhersage kommt, kurz nachdem die US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) neun auf BTC-Derivaten basierende ETF-Anträge von drei Antragstellern abgelehnt hat.

Ein ETF ist eine Art gemeinsamer Investmentfonds, der das Eigentum an einer Ware, einem Derivat, einem Index oder einem Korb von Vermögenswerten in Aktien aufteilt. Der Fonds verfolgt den Wert des Basiswertes und wird an Börsen gehandelt, wobei die Aktionäre Anspruch auf eine etwaige positive Rendite haben.

ETFs sind börsenfähige Wertpapiere, die von staatliche Stellen beaufsichtigt werden müssen. Der aktuelle und zukünftige regulatorische Status von kryptobezogenen ETFs bleibt weiterhin ungeklärt und wird heiß diskutiert.

Kelly wies darauf hin, dass die SEC vor kurzem beschlossen hat, Ihre Entscheidung über einen separaten und hochkarätigen BTC-ETF-Antrag der Investmentgesellschaft VanEck und der Finanzdienstleistungsfirma SolidX bis September dieses Jahres zu verschieben. Die Regulierungsbehörde hat tatsächlich auch die Möglichkeit, ihre endgültige Entscheidung über den Vorschlag bis auf spätestens Februar zu verschieben. Kelly meinte, dass die Behörde das wahrscheinlich auch tun werde, und nannte dafür vier weitere Gründe.

Zunächst ging Kelly auf die Bedenken der SEC in all ihren bisherigen Ablehnungen der BTC-bezogenen ETFs. Die Bedenken der Behörde sind die unzureichende Widerstandsfähigkeit gegen "betrügerische und manipulative Handlungen und Praktiken" in einem nicht ausreichend großen BTC-Derivatemarkt und der weitgehend unregulierte zugrunde liegende Spotmarkt. Kelly erklärte dazu:

"Als die SEC über Betrug und Manipulation sprach, ging es nicht so sehr darum, diese zu verhindern, sondern wie sie diese überwachen kann. Hat sie eine Vereinbarung mit anderen (global oder national regulierten) Börsen, die es ihr ermöglichen würde, zu überwachen, was vor sich geht?"

Er bestätigte dann das Argument der SEC, dass der bestehende BTC-Futuresmarkt "nicht reif genug" sei - und erinnerte daran, dass BTC-Futures nur an den wichtigsten US-Börsen CBOE und CME im vergangenen Dezember eingeführt wurden. Aber Kelly sagte daraufhin, dass sich der Futures-Markt laut Statistiken der CME schnell entwickelt und wir wahrscheinlich bis 2019 "eine viel bessere Chance" auf eine ETF-Zulassung haben werden:

"Hier haben wir das offene Interesse an CME Futures seitens der großen Besitzer. Ab April sehen Sie einen starken Anstieg... Eine Wachstumsrate von etwa 85 Prozent. Wenn man das hochrechnet, wird es bis Februar 2019 einen sehr robusten Markt geben."

Kelly fügte hinzu, dass die kürzlich von der Intercontinental Exchange (ICE) vorgestellte Initiative, ein globales, reguliertes Ökosystem für digitale Vermögenswerte einzuführen, den Krypto-Spot- und Derivatemarkt weiter stärken und wahrscheinlich ein Teil der Gleichung der SEC werden würde.

Er schloss mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Nachrichten, dass die SEC plane, ihre kürzlichen ETF-Ablehnungen noch einmal zu überprüfen. Er sprach auch die Stimmen innerhalb der Behörde an - insbesondere nannte er hierbei den SEC-Kommissar Hester M. Peirce - die sich offiziell von den früheren Ablehnungen der BTC-bezogenen ETFs der Regulierungsbehörde distanziert haben.

Kelly erklärte, eines der positiven Signale für einen "Stimmungswandel", das darauf hindeutet, dass wir der ETF-Zulassung "schrittweise näher kommen", sei die Tatsache, dass der "Markt nicht abgestoßen" habe, als die kürzlichen Ablehnungsbeschlüsse öffentlich wurden. Bitcoin hat zwar einen vorübergehenden Kurssturz aufgrund der öffentlich gewordenen Ablehnungen am 22. August verzeichnet, erholte sich jedoch schnell und erreichte sein Wochenniveau wieder.

Bei Redaktionsschluss lag Bitcoin bei etwa 6.528 US-Dollar (5.616 Euro) und ist damit innerhalb von 24 Stunden um etwa 1,5 Prozent gestiegen. Über die Woche betrachtet ist er um 1 Prozent gestiegen.