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Coinbase setzt 2026 auf Stablecoins, Base und „Everything Exchange“

Coinbase will im neuen Jahr zunehmend in die Rolle der Plattform für jegliche Finanzdienstleistungen wachsen, Base und Stablecoins spielen dabei ebenfalls eine Rolle.

Coinbase setzt 2026 auf Stablecoins, Base und „Everything Exchange“
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Laut Coinbase-CEO Brian Armstrong beabsichtigt die Kryptobörse, Stablecoins, ihre Ethereum-Layer-2-Blockchain Base und den Ausbau seiner Dienstleistungen über Kryptowährungen hinaus bis 2026 zu priorisieren.

In einem Social-Media-Beitrag zum Neujahr bekräftigte Armstrong die Strategie einer „Everything Exchange“, die Produkte wie Prognosemärkte, Aktien und Commodities umfasst.

Auf ihrer Jahresabschlusskonferenz Ende Dezember startete die Coinbase zunächst den Aktienhandel und Prognosemärkte. Das Krypto-Unternehmen hat außerdem seine Wallet-App in eine „Allround-App“ umgewandelt und um Social-Networking- und Onchain-Funktionen erweitert.

Coinbase ist derweil nicht das einzige Unternehmen aus der Branche, das seine Produktpalette erweitert. Konkurrierende Kryptobörsen bündeln ebenfalls zunehmend ihre Dienstleistungen, um zu „Super-Apps“ zu werden.

Ein aktueller Bericht von Delphi Digital hat ergeben, dass sich Börsen wie Coinbase, OKX und Binance still und leise zu Plattformen für eine wachsende Zahl digitaler Dienstleistungen entwickeln.

Eine Plattform für alle Finanzdienstleistungen

Die Einführung des Aktienhandels in der Haupt-App von Coinbase wurde von den Führungskräften des Unternehmens als „Meilenstein“ bezeichnet, der den Handel mit Aktien und ETFs neben Kryptowährungen rund um die Uhr über eine einzige Schnittstelle ermöglicht.

Coinbase kündigte außerdem in Zusammenarbeit mit Kalshi Onchain-Prognosemärkte an, auf denen Nutzer auf reale Ereignisse wetten können, und hat des Weiteren Pläne für Perpetual Futures sowohl für Kryptowährungen als auch für Aktien angekündigt.

Diese Schritte drängen Kryptobörsen weiter in Bereiche vor, die bisher eher von klassischen Retail-Brokern und Derivatehandelsplätzen als von reinen Krypto-Firmen besetzt sind.

Stablecoins und Zahlungen bilden den zweiten Teil des Plans von Coinbase für 2026. Das Unternehmen hat Stablecoins als zentrale Finanzinfrastruktur für Überweisungen, Gehaltszahlungen und Abrechnungen definiert. Armstrong prognostizierte, dass Banken letztendlich verzinsliche Stablecoin-Produkte verlangen werden.

Banken könnten im neuen Jahr auf Stablecoins setzen, meint Coinbase. Quelle: Brian Armstrong

Sicherheit bleibt wichtiger Punkt für Nutzer

Armstrongs Vorhaben ist jedoch nicht unumstritten geblieben. Der Ansatz von Base in Bezug auf Creator Coins hat zu Gegenreaktionen von Entwicklern geführt, die bezweifeln, dass das Netzwerk virale Wachstumschancen nutzt, obwohl das Team Creator Coins als wichtigen Onboarding-Kanal anpreist.

SocialFi bleibt bei Coinbase auch 2026 Priorität. Quelle: Jesse Pollak

Die Reaktionen der Community haben allerdings auch langjährige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Kundensupports von Coinbase aufgezeigt.

Das Unternehmen gab 2025 bekannt, dass Cyberkriminelle Kundendienstmitarbeiter im Ausland bestochen hatten, um Kundendaten zu stehlen, was eine mediale Kritik und eine erneute Debatte über ausgelagerten Support und datenintensive KYC-Praktiken auslöste.