Kolumbien: Präsident verspricht Steuerbefreiung für Krypto-Firmen

Der kolumbianische Präsident Ivan Duque hat kürzlich versprochen, die Steuern für Kryptowährungs- und Blockchain-Start-ups zu senken, wie die Lokalzeitung El Tiempo am Mittwoch, 29. August, berichtete.  

Duque hielt eine Eröffnungsrede während des ANDICOM, einem internationalen Kongress über Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), der jährlich in Cartagena de Indias, Kolumbien, stattfindet. Eine Aufzeichnung seiner Rede ist nun auf YouTube verfügbar.

Der Präsident gab zu, von der Technologie "besessen" zu sein, insbesondere von der Robotik und der künstlichen Intelligenz (KI). Er betonte außerdem, dass Kolumbien eine eigene Regulierungsbehörde für die IKT-Industrie brauche und versprach, einen hohen Rat für den Wandel und die digitale Gesellschaft einzurichten.

Laut Duque könnte der Einsatz fortschrittlicher Technologien dem Staat helfen, die Korruption zu bekämpfen und gleichzeitig Bereiche wie Sicherheit, Justiz und Medizin zu verbessern. Er schlug vor, Blockchain und KI zu nutzen, um öffentliche Gelder zu verfolgen und Anomalien aufzudecken.

In Bezug auf die Kryptoindustrie, versprach Duque, kryptowährungsbezogene Unternehmen bis zu fünf Jahre lang von Mietsteuern zu befreien, sofern sie eine gewisse Anzahl neuer Arbeitsplätze schaffen.

Ivan Duque ist der derzeitige Präsident von Kolumbien. Er trat sein Amt im August 2018 an, nachdem er die Wahlen Anfang Mai gewonnen hatte. Der Politiker hat einen starken finanziellen Hintergrund und war zuvor in bedeutenden Positionen im Finanzministerium des Landes und in der Interamerikanischen Entwicklungsbank tätig.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, ist der kolumbianische Senat ähnlich optimistisch, was Blockchain angeht, und erklärte nach einer Debatte im Juni, dass sie "Leben verändern könnte". Darüber hinaus wurde im Mai ein nationaler Blockchain-Verband im Land gegründet.

Gleichzeitig ist die Finanzindustrie des Landes bisher sehr skeptisch gegenüber Kryptowährungen. Zum Beispiel haben kolumbianische Banken einmal alle Konten der südamerikanischen Kryptobörse Buda.com geschlossen, wie Cointelegraph im Juni 2018 berichtete.