IBM und die Columbia University haben zwei Blockchain-Beschleunigerprogramme angekündigt. Diese sollen Start-ups in der Branche dabei helfen, Innovationen in großem Maßstab durchzuführen, so eine Mitteilung von IBM vom 19. November.

Beide Programme sind Teil des Columbia-IBM Zentrums für Blockchain und Datentransparenz, ein gemeinsames Innovationszentrum, das diesen Sommer vom Technologieriesen und der US-Ivy-League-Universität gegründet wurde.

Laut der Mitteilung wird jedes Programm zehn Start-ups unterstützen und ihnen ein Netzwerk von Business-Mentoren, technischen Support, Zugang zu Columbias studentischen Fachkräfte- und Forschungs-Community, Designunterstützung und IBM Cloud-Technologie-Ressourcen zur Verfügung stellen.

Das Ziel dabei sei es, Netzwerkentwickler dabei zu unterstützen, aus Ideen "nachhaltige und skalierbare" Blockchain-Unternehmen zu machen. Das würde wiederum die "bedeutende Einführung von Blockchain in Unternehmen fördern und die Effizienz von Unternehmen branchenübergreifend steigern".

Das achtwöchige Columbia Blockchain-Beschleunigungsprogramm, das in New York City stattfinden soll, wurde für Unternehmen im "Ideen-Stadium" entwickelt, die entweder mit Columbia oder einer anderen in New York ansässigen Universität zusammenarbeiten, so die Mitteilung.

Das zweite achtwöchige Beschleunigungsprogramm namens IBM Blockchain Accelerator, richtet sich an weltweite Unternehmen in späteren Phasen und soll den Teilnehmern dabei helfen, ein Geschäftsnetzwerk und einen Kundenstamm für ihre Blockchain-Anwendungen aufzubauen. Es wird teilweise vor Ort in New York und San Francisco und teilweise "in Kombination mit virtueller Programmierung" durchgeführt, um den Teilnehmern mehr Zeit zu geben, sich um den Ausbau ihres Geschäfts zu kümmern.

Jedem Teilnehmer bei den beiden Programmen soll Zugang zu Technologien und Dienstleistungen im Wert von umgerechnet rund 350.000 Euro ermöglicht werden. Keines der beiden Programme fordert Anteile an den Unternehmen oder erhebt eine Gebühr für die Teilnahme.

Wie bereits im Herbst berichtet, hat die New Yorker Universität NYU behauptet, die "erste" Schuleinrichtung in den USA zu sein, die als Studienhauptfach Blockchain-Technologie anbietet. Dieses soll von der NYU Stern School of Business angeboten werden. Viele andere hochkarätige Universitäten weltweit bieten bereits eine Vielzahl von Kursen im Zusammenhang mit Blockchain und Krypto an.

IBM, das über eine eigene auf Hyperledger basierende Cloud-Blockchain-Plattform verfügt, hat große Schritte im Bereich der Blockchain auf Unternehmensebene gemacht. Seit dem 31. August 2018 ist die Firma weltweit auf Platz zwei in Bezug auf die Anzahl der eingereichten Blockchain-bezogenen Patente. Die Spitzenposition und damit die meisten Blockchain-Patenteinreichungen hat sich der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba gesichert.

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