Blockchain-Abwicklungs-Startup Setl nach Insolvenz wieder aktiv

Das Blockchain-Abwicklungs-Startup Setl, das von Credit Agricole unterstützt wird, ist nach seiner Insolvenz wieder aktiv, wie die Finanznachrichtenplattform Finextra am 3. Mai berichtet.

Dem Bericht zufolge ist das Startup aus Großbritannien wieder da, nachdem es Insolvenz angemeldet hatte. Das Management hat nun das Betriebsvermögen, das Personal und die geistigen Eigentumsrechte des Unternehmens erworben. Wie Cointelegraph zuvor berichtete, meldete Setl am 7. März Insolvenz bei den britischen Behörden an.

Mit der Ankündigung vom März hat die Gesellschaft auch die Unternehmensberatungsfirma Quantuma zu ihrem unabhängigen Verwalter ernannt. In der Ankündigung wurde auch erklärt, das Unternehmen wolle "seine ID2S-Beteiligung bei einem größeren Finanzdienstleistungsunternehmen platzieren, das das erforderliche Kapital zur Unterstützung des Wachstumskurses einfacher bereitstellen kann".

Laut Finextra hat die neu gegründete Gesellschaft Setl ihre Bilanzen neu strukturiert und ihr Geschäftsmodell vereinfacht. Ziel des Unternehmens ist es dabei, Blockchain-Dienste in Partnerschaft mit bestehenden Finanzdienstleistern anzubieten. Darüber hinaus sollen die Betriebskosten des Unternehmens reduziert und die beiden Entwicklungsbüros in Ipswich und London zusammengelegt worden sein.

Der ehemalige Barclays-Vorsitzende David Walker wurde zum Vorsitzenden ernannt. Der Ehrengouverneur der Banque de France Christian Noyer ist der unabhängige leitende Direktor des neuen Unternehmens. Laut dem Bericht nannte Walker die Ziele von Quantuma:

"Der Ernennung von Quantuma LLP durch den Vorstand lagen zwei Ziele zugrunde. Erstens, als neutrale Partei zu handeln, um die Interessen aller ihrer Gläubiger und Interessengruppen zu vertreten. Zweitens, um die zukünftige Struktur so zu gestalten, dass das Unternehmen seine strategischen Infrastrukturbeteiligungen ausbalancieren und mit der Softwareentwicklung fortfahren kann."

Laut CrunchBase hat Setl in drei Finanzierungsrunden umgerechnet rund 34,8 Mio. Euro aufgebracht. Die letzte endete am 1. Februar 2018.

Wie Cointelegraph gestern berichtete, ist CEO der Londoner Börse, eine der ältesten Börsen der Welt, der Ansicht, dass Blockchain bei der Ausgabe von Wertpapieren und bei der Abwicklung nützlich sein könnte.