Cointelegraph
Ciaran Lyons
Verfasst von Ciaran Lyons,Redaktionsautor
Felix Ng
Geprüft von Felix Ng,Redakteur

ETFs: Bitcoin und Ethereum verlieren knapp 2 Mrd. US-Dollar an Kapital

Aus den ETFs für Ethereum und Bitcoin wurde erneut beträchtliches Kapital abgezogen, doch ein Experte erinnert an die rasante Erfolgsgeschichte der neuen Fonds.

ETFs: Bitcoin und Ethereum verlieren knapp 2 Mrd. US-Dollar an Kapital
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Investoren haben in den letzten fünf Handelstagen rund 1,82 Milliarden US-Dollar aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs abgezogen, während sich die Marktstimmung bei gleichzeitiger Rallye für Edelmetalle weiter abschwächt.

Zwischen Montag und Freitag verloren US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs (BTC) laut Farside 1,49 Milliarden US-Dollar, während Spot-Ethereum-ETFs (ETH) Nettoabflüsse in Höhe von 327,10 Millionen US-Dollar verzeichneten. Die Abflüsse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs beider Kryptowährungen trotz jüngster Anzeichen einer Erholung weiter gesunken ist. In den letzten sieben Tagen sind Bitcoin und Ethereum laut CoinMarketCap um 6,55 % bzw. 8,99 % gefallen und werden derzeit zu 83.400 US-Dollar bzw. 2.685 US-Dollar gehandelt.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: CoinMarketCap

Der Bitcoin-Kurs stieg in den zwei Tagen vor dem 15. Januar aufgrund von Spekulationen über den US-amerikanischen CLARITY Act zwar um 7 %, doch die Rallye war nur von kurzer Dauer.

In diesem Zeitraum vermeldeten Bitcoin-ETFs am 14. Januar mit 840,6 Millionen US-Dollar den höchsten Zufluss des Jahres 2026, kurz bevor der Crypto Fear & Greed Index, der die allgemeine Stimmung am Kryptomarkt misst, mit einem „Greed“-Wert von 61 Punkten auf den höchsten Stand des Jahres kletterte.

Experte: Negativstimmung um Bitcoin greift zu kurz

Die Marktteilnehmer verfolgen häufig die Krypto-ETF-Kapitalströme, um die Stimmung der Privatanleger einzuschätzen und Hinweise auf die kurzfristige Kursentwicklung des Vermögenswerts zu erhalten.

Der ETF-Analyst Eric Balchunas bezeichnete die negative Stimmung rund um die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin im Vergleich zu Gold und Silber als „sehr kurzsichtig“.

„Bitcoin hat 2023 und 2024 alles andere in den Schatten gestellt“, schrieb Balchunas am Samstag in einem Beitrag auf X und betonte, dass die Menschen dies offenbar vergessen hätten.

„Diese anderen Vermögenswerte haben selbst nach ihrem bisher besten Jahr und dem aktuellen Komazustand von BTC noch nicht aufgeholt“, bemerkte Balchunas. Der Experte erklärte, dass das „Narrativ um Institutionalisierung“ für Bitcoin schnell und „noch bevor sie tatsächlich eintrat“ eingepreist wurde.

„Es musste also eine Pause eingelegt werden, damit die tatsächliche Entwicklung mit dem Kurs Schritt halten konnte“, so Balchunas.

Gold und Silber erreichten diese Woche mit 5.608 US-Dollar bzw. 121 US-Dollar neue Allzeithochs. Allein am Freitag fiel Gold jedoch um 8 % auf 4.887 US-Dollar und Silber um rund 27 % auf 84 US-Dollar.

Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, erklärte in einem Beitrag auf X am 15. Januar, dass „der Preis von Bitcoin parabolisch steigen wird, wenn die Nachfrage nach ETFs langfristig anhält“.

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