Die professionelle Dienstleistungsfirma Grant Thornton behauptet, dass es bei der Sicherung und Erhaltung der Kryptowährungen der gehackten Kryptowährungsbörse Cryptopia Fortschritte gebe.

In einer Pressemitteilung vom 21. August behauptet der Liquidator von Cryptopia, es gebe "gute Fortschritte bei der Sicherung und Erhaltung der Krypto-Vermögenswertbestände von Cryptopia zum Wohle derjenigen, denen diese zustehen". Der Pressemitteilung zufolge gebe es zwei Gründe, warum die Bestimmung der Bestände der Börsenkunden so lange dauert.

Das Unternehmen erklärt, dass die Kunden keine individuellen Wallets gehabt hätten und ihre Gelder zusammengeführt wurden, da die Börse Details über die Kundenbestände in ihrer Datenbank aufbewahrt habe. Infolge dieser Vorgehensweise sei es unmöglich, die individuellen Bestände nur mit den Wallet-Schlüsseln zu bestimmen.

Außerdem sei laut Grant Thornton noch nie ein ausführlicher Abgleichungsprozess zwischen der Kundenbestandsdatenbank und den in den Wallets enthaltenen Krypto-Vermögenswerten vollständig durchgeführt worden. Von einem solchen erhofft sich das Unternehmen, einzelne Bestände der Nutzer identifizieren zu können. Das Unternehmen behauptet auch, dass der Prozess bereits weit fortgeschritten sei. Dazu heißt es:

"Wir arbeiten daran, die Konten von über 900.000 Kunden abzugleichen. In vielen von diesen werden mehrere Krypto-Vermögenswerte, Millionen von Transaktionen und über 400 verschiedene Krypto-Vermögenswerte aufbewahrt. Diese müssen einzeln abgeglichen werden. ”

Gehackte Vermögenswerte zurückholen

Schließlich erklärte das Unternehmen, dass es immer noch dabei sei, herauszufinden, ob es die Krypto-Vermögenswerte wiederherstellen kann, die während des Hackangriffs auf die Börse im Januar 2019 verloren gingen. In der Ankündigung heißt es weiter, dass die komplexe Situation die Zusammenarbeit mit Dritten erfordere. 

Wie Cointelegraph Ende Mai berichtete, hatte Grant Thornton eine Schätzungserklärung über die finanzielle Lage des Unternehmens veröffentlicht. In dieser legte er offen, dass die gehackte Börse seinen Gläubigern insgesamt 4,22 Mio. US-Dollar schulde.

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