Ein dänisches Gericht hat entschieden, dass der große Finanzkonzern Nordea seinen Angestellten verbieten darf, Bitcoin und andere Kryptowährungen zu besitzen.
Wie BNN Bloomberg am 3. Dezember berichtet, hat das dänische Gericht seine Urteilsfindung mit den etwaigen Risiken begründet, die mit Kryptowährungen einhergehen. Demnach könnten private Krypto-Investitionen der Nordea Mitarbeiter womöglich den Ruf des Finanzkonzerns schädigen und dürfen deshalb rechtmäßig durch diesen untersagt werden. Allerdings gilt dies nicht für Krypto-Finanzprodukte, die Nordea selbst verkauft oder für Kryptowährungen, die die Mitarbeiter schon vor dem Verbot ihres Arbeitgebers besessen haben.
Die dänische Gewerkschaft der Finanzdienstleister hatte gegen das Krypto-Verbot von Nordea geklagt, da es nach ihrer Überzeugung gegen die persönliche Freiheit der Angestellten verstößt. Der Gewerkschaftsvorsitzende Kent Petersen bewertet das jetzige Gerichtsurteil dementsprechend negativ:
„Wir hatten Klage eingereicht, da wir der Überzeugung sind, dass jeder ein Privatleben hat und als freie Einzelperson handeln darf. Es war uns wichtig, zu überprüfen, welche Rechte Geschäftsführungen tatsächlich haben. In diesem Fall reichen sie viel weiter, als es uns lieb ist.“
Nordea hatte Ende 2018 erstmals angekündigt, seinen Mitarbeitern den Besitz von Kryptowährungen verbieten zu wollen. Da es sich bei dem Unternehmen um den größten Finanzkonzern in Skandinavien handelt, sind insgesamt mehr als 31.500 Mitarbeiter von dem Krypto-Verbot betroffen.
Wie Cointelegraph jüngst berichtet hat, plant Russland wohl ein Generalverbot für die Nutzung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Das russische Blatt Izvestia beruft sich dabei auf Quellen aus Zentralbank, Finanzaufsicht und Finanzministerium des Landes, die vermeintlich allesamt ein solches Verbot befürworten sollen.
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