Der kürzlich ernannte „KI- und Krypto-König“ David Sacks hat nur zwei Jahre Zeit, um eine kryptofreundliche Politik vor den Zwischenwahlen 2026 in den USA durchzusetzen, gibt Joe Doll, der Chefsyndikus des NFT-Marktplatzes Magic Eden, in einem Interview mit Cointelegraph zu bedenken.
Doll zufolge könnte die drohende zukünftige Blockade im Parlament derartige Regulierungsvorhaben jedoch verhindern, weshalb die derzeitige Regierung schnellstmöglich eine kryptofreundliche Politik durchsetzen muss, solange sie noch die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses hat. Doll führt aus:
„Die Mehrheit im Repräsentantenhaus ist wirklich knapp, und sie kippt wahrscheinlich, weil sie fast immer kippt. Es könnte also zu einer geteilten Regierung kommen, die die Dinge in zwei Jahren festfährt und einfriert. Wir haben also 24 Monate Zeit, um etwas Wichtiges durchzusetzen.“
Trumps zahlreiche Ernennungen von Krypto-Befürwortern in beratende Funktionen und Kabinettsposten werden von der Krypto-Community weithin als positive Entwicklung angesehen, da die neue Regierung verspricht, eine innovationsfreundliche Politik zu verfolgen.
Aktuelle Sitzverteilung im US-Repräsentantenhaus. Quelle: US House
Trump-Regierung drängt auf Krypto-Regulierung
Die Nominierung von David Sacks wurde von Führungskräften der Kryptoindustrie ebenfalls gefeiert. Sacks ist seit Jahren ein ausgesprochener Befürworter von Kryptowährungen, technologischer Innovation und wirtschaftlicher Freiheit.
Der designierte Präsident Trump nominierte außerdem Paul Atkins als Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht (SEC) am 4. Dezember 2024 – und nannte dessen Rolle als Co-Vorsitzender der Token Alliance der Digital Chamber seit 2017 als einen der Gründe für die Nominierung.
Am 22. Dezember ernannte der neue Präsident zudem Stephen Miran zum Vorsitzenden der Council of Economic Advisors. Die Wahl von Miran als Top-Berater wurde von der Kryptoindustrie ebenso aufgrund seiner Haltung zur Deregulierung und Förderung des technologischen Fortschritts positiv aufgenommen.
Der Politiker French Hill – ein US-Kongressabgeordneter für den Bundesstaat Arkansas – trat kürzlich bei CNBC auf und kündigte an, dass ein Gesetz zur Strukturierung des Marktes für digitale Vermögenswerte für die Republikanische Partei oberste Priorität habe.
Der Kongressabgeordnete gab an, dass die Einführung eines umfassenden Regulierungsrahmens für Kryptowährungen innerhalb der ersten 100 Tage der kommenden Legislaturperiode ganz oben auf der Agenda des Fraktionsvorsitzenden Steve Scalise steht.
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