Social-Media-Plattform Steemit entlässt 70% der Mitarbeiter wegen Crash

Die Social-Networking-Plattform Steemit entlässt über 70 Prozent ihrer Mitarbeiter aufgrund des Crashs auf dem Kryptowährungsmarkt und beginnt mit einer strukturellen Reorganisation. Das geht aus einem Videobeitrag von Steemit-CEO Ned Scott vom 28. November hervor.

Steemit hat eine dezentrale Anwendung, die auf der Steem-Blockchain läuft. Das System basiert auf Beiträgen, Bewertungen und Verwaltung von Inhalten von und durch die Community. Steemit belohnt Teilnehmer und Inhalte in der sogenannten "Aufmerksamkeitsökonomie" mit dem firmeneigenen Token STEEM.

Laut der Ankündigung habe der kürzliche Sturz der Krypto-Märkte zu einem Rückgang der Fiat-Währungsrenditen aus den automatisierten STEEM-Verkäufen des Unternehmens geführt. Außerdem seien die Kosten für den Betrieb der Steem-Knoten gestiegen.

Der Kryptowährungsmarkt verzeichnete am 14. November einen massiven Rückgang. Bitcoin (BTC) ist dabei von seinem durchschnittlichen Handelskurs von rund 5.600 Euro auf bis zu 4.835 Euro gefallen. Letzte Woche, ist er sogar noch weiter auf unter 3.500 Euro gesunken. Der Rückgang hat in diesem Jahr einen neuen Volatilitätsrekord für die Märkte aufgestellt.

Nach den Entlassungen will Steemit sich Berichten zufolge auf Kostensenkungsstrategien konzentrieren. Beispiele dafür sind etwa "Steemd-Plugins durch Hivemind ersetzen, Steem so einstellen, dass die Größe des Chain-Zustands von 160 GB auf 0 GB zu reduzieren, AWS-Nutzungsprognosen, DevOps-Lösungen, Reduzierung von Staging- und Testing-Knoten und Beseitigung von Redundanzen".

Nach seiner Einführung war der STEEM-Token sehr erfolgreich. Im Juli 2016 stieg er um über 2.000 Prozent und erreichte innerhalb von zwei Wochen eine Marktkapitalisierung über 351 Mio. Euro. Gleichzeitig stieg auch der Kurs von 0,21 Euro auf 4,07 Euro.

Bei Redaktionsschluss lag STEEM laut CoinMarketCap bei etwa 0,33 Euro, was einem Anstieg von fast 19 Prozent über den Tag entspricht. Die Marktkapitalisierung des Coin lag bei rund 101 Mio. Euro, das tägliche Handelsvolumen bei etwa 1,6 Mio. Euro.