Dubai: Polizei nutzt KI zur Aufklärung eines Überfalls

Die Polizei in Dubai hat am Mittwoch zehn Mitglieder einer Bande festgenommen, die Berichten zufolge 1,57 Mio. Euro in einem bewaffneten Bitcoin-Raubüberfall in der Gegend von Al Muraqqabat in Dubai gestohlen haben. das geht aus einem Bericht der Gulf News vom Sonntag, 29. April, hervor. Oberstleutnant Adel Al Joker, Direktor der Kriminalpolizei (CID), sagte gegenüber Gulf News:

"Die Brüder haben auf dem Markt arglos nach Bitcoin gesucht. Die Bande hat sie daraufhin gelockt und behauptet, sie würden Bitcoin verkaufen."

Die Opfer, die Berichten zufolge zwei Brüder waren, arrangierten ein Treffen mit Mitgliedern der Bande, um die Transaktion in einem leeren Büro durchzuführen. Dort wurden sie dann mit vorgehaltener Waffe angegriffen und ausgeraubt. Sechs Bandenmitglieder sollen auf die Brüder im Büro gewartet haben, während drei andere draußen Wache standen. Oberstleutnant Al Joker erzählt weiter:

"Die Bande griff die beiden Brüder an und bedrohte sie. Daraufhin haben sie ihnen die Hände verbunden, im Büro eingesperrt und mir dem Geld geflohen."

Die Bande kam an die Schlüssel zu den Büroräumen, indem sie mutmaßlich einen lokalen Ladenbesitzer erzählte, sie seien daran interessiert, sein lizenziertes Grundstück zu kaufen, wie Gulf News weiter berichtete.

Die Polizei wurde in der Nacht vom 25. April über den bewaffneten Raubüberfall alarmiert und konnte innerhalb von vier Stunden den Anführer der Bande ausfindig machen. Er wurde in einem benachbarten Emirat verhaftet und gestand das Verbrechen. Innerhalb von 48 Stunden hatte die Polizei die Aufenthaltsorte seiner Komplizen in vier verschiedenen Emiraten ausfindig gemacht und alle zehn verhaftet sowie das gestohlene Geld gefunden.

Generalmajor Khalil Ebrahim Al Mansouri, stellvertretender Oberbefehlshaber der Kriminalpolizei, sagte, dass das Datenanalysezentrum der Polizei in Dubai intelligente Programme und künstliche Intelligenz genutzt habe, um die Bande schnell finden zu können.

Alle zehn Verdächtigen wurden der Staatsanwaltschaft zur weiteren Untersuchung übergeben.

Anfang des Monats berichtete Cointelegraph über einen Überfall bei einer persönlichen Bitcoin-Transaktion in Singapur, bei der ein malaysischer Mann von zwei falschen Bitcoin-Brokern in seinem Hotel angegriffen und ihm 300.000 Euro in bar gestohlen wurden.

Im Januar wurde einem Krypto-Blogger aus St. Petersburg umgerechnet etwa 313 Mio. Euro in bar aus einem Safe in seinem Haus gestohlen, nachdem er online mit seinem Krypto-Reichtum "angegeben" hatte.