HTC startet Vorverkauf von Blockchain-Smartphone in BTC und ETH

Der taiwanesische Elektronik-Konzern HTC hat den Vorverkauf seines heiß diskutierten Blockchain-Smartphones Exodus 1 angekündigt, wie am 23. Oktober auf dem offiziellen Twitter-Konto vermeldet wurde.

Der Vorverkauf des Exodus 1 wurde offiziell auf dem Web3 Summit bekanntgegeben, eine Tech-Konferenz, die vom 22. bis 24. Oktober in Berlin stattfindet. Laut der Internetseite des HTC Exodus kann der „verfrühte Kauf“ des Smartphones allerdings derzeit nur per Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) getätigt werden, und ist in 34 Regionen verfügbar, darunter zum Beispiel EU, USA, Großbritannien und Hong Kong.

Bei Redaktionsschluss lag der Vorverkaufspreis des Exodus 1 bei 960 US-Dollar (0,15 BTC bzw. 4,78 ETH), wobei die Veröffentlichung im Dezember 2018 stattfinden soll.

Auf der offiziellen Twitter-Ankündigung schreibt der Hersteller außerdem, dass man eine Zusammenarbeit mit der „Community von Entwicklern schaffen möchte, um die Sicherheit zu verbessern“.

HTC hatte im Mai 2018 seine Pläne für ein Blockchain-Smartphone offengelegt. Damals hieß es, dass das Exodus 1 „mehrere Blockchain-Protokolle“ unterstützen wird, wie Bitcoin, Ethereum, Lightning Network (LN) und Dfinity Network, außerdem sollte auch eine universelle Krypto-Wallet eingebaut sein.

Im Juli hat HTC dann bestätigt, dass man plane, eine selbstentwickelte Wallet auf dem Handy verfügbar zu machen. Des Weiteren sollen auch die beliebten CryptoKitties, eine Ethereum-basierte DApp (dezentralisierte App), spielbar sein. Kurz darauf hatte der Litecoin (LTC) Gründer Charlie Lee durchsickern lassen, dass er HTC bei der Entwicklung des Smartphones beraten würde.

Allerdings scheint die jetzige Version des Exodus 1 nicht zu halten, was zuvor versprochen wurde, wie das amerikanische Tech-Magazin The Verge behauptet. So hatte Phil Chen, der „Blockchain-Leiter“ von HTC, im Mai ausgesagt, dass das Exodus als ein Knotenpunkt (Node) funktionieren würde, um Bitcoin-Handel zu ermöglichen. Weiterhin meinte er, dass die Nutzer mit dem Smartphone „im Besitz ihrer eigenen Identifikationsdaten sind“.

Das Modell, das zurzeit im Vorverkauf steht, soll zwar eine Krypto-Wallet beinhalten, die „getrennt vom Android OS gehalten“ wird, allerdings sollen alle anderen versprochenen Funktionen fehlen, so The Verge.