EOS-DApps: Rund 800.000 Euro durch Hacker verloren

Dezentrale Anwendungen (DApps), die auf der EOS-Blockchain basieren, haben seit Juli umgerechnet bis zu 880.000 Euro durch Hackangriffe verloren. Das geht aus einem Bericht der chinesischen Krypto-Medienplattform Blockchain Truth vom Dienstag, 4. Dezember, hervor.

Im Bericht werden Daten von PeckShield aufgezeigt, einem Blockchain-Sicherheitsunternehmen, das verschiedene Ökosysteme überwacht. Laut dem Bericht haben die DApps auf EOS von Juli bis Ende November 27 Sicherheitsverstöße verzeichnet, bei denen bis zu 400.000 EOS verloren gingen. Bei Redaktionsschluss belief sich der Betrag, der durch Hackangriffe verloren ging, nach dem EOS-Kurschart auf CoinMarketCap bei rund 700.000 Euro.

Dennoch glaube der Experte Guo Yonggang laut Blockchain Truth, dass die meisten Angriffe auf EOS-DApps eher mit deren Schwachstellen als mit einem Fehler bei EOS selbst zusammenhängen. Yonggang ist auch der Meinung, dass ähnliche Angriffe häufiger auftreten würden, da Hacker intensiv nach Schwachstellen bei Anwendungen suchen.

Außerdem heißt es im Bericht, dass die EOS-Blockchain über eine beträchtliche Anzahl von ruhenden Konten verfüge, nämlich rund 200.000 von insgesamt 500.000. Darüber hinaus werden Berichten zufolge fast 120.000 Konten von Gruppen verwaltet. Das bedeutet, dass 37 Prozent der EOS-Blockchain echte aktive Nutzer sind.

Bei Redaktionsschluss bewegte sich der Kurs von EOS bei etwa 1,76 Euro. Die Gesamtmarktkapitalisierung ist auf rund 1,6 Mrd. Euro gestiegen. Damit liegt EOS auf Platz sieben unter den größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.

Letzte Woche, hat die amerikanische-Kryptowährungsbörse Coinbase angekündigt, dass sie eine mögliche Notierung von über 30 weiteren Kryptowährungen prüfen würde. Darunter sind auch große Coins, wie etwa Ripple (XRP), EOS und Cardano (ADA). Die Börse merkte jedoch an, dass das wahrscheinlich ein langfristiger Prozess und einige Vermögenswerte in mehreren Ländern möglicherweise nicht verfügbar sein würden.

Wie Cointelegraph Anfang Dezember berichtete, gab es zu Monatsanfang erneut eine Diskussion um das EOS-Ökosystem. Grund dafür war, dass Starteos - einer der offiziellen sanktionierten Knoten, die EOS-Transaktionen genehmigen können - seinen Token-Inhabern als Gegenleistung für ihre Stimmen öffentlich scheinbar finanzielle Belohnungen angeboten hat.

EOS war zuvor schon wegen der mangelnden Dezentralisierung in die Kritik geraten, nachdem einige bestätigte Transaktionen, die angeblich von einem durch Phishing kompromittierten Konto ausgeführt wurden, im Herbst rückgängig gemacht wurden.