Ethereum-Konsortium bringt neue Enterprise-Tools auf den Markt

Die Enterprise Ethereum Alliance (EEA) hat zwei neue Lösungen veröffentlicht, die die Implementierung von Blockchain für Unternehmen beschleunigen und verbessern soll. Das geht aus zwei Pressemitteilungen vom 13. Mai hervor, die Cointelegraph vorlagen.

Die EEA hat über 500 Mitglieder und bezeichnet sich selbst als "Standardisierungsorganisation, die offene, Blockchain-fähige Lösungen entwickeln will, die die Harmonisierung und Interoperabilität fördern".

Unter den EEA-Mitgliedern zählen das globale Beratungsunternehmen Accenture, die Banken Santander und JPMorgan Chase, der Blockchain-Inkubator ConsenSys, der Big-Four-Auditor EY, die Tech-Riesen Intel, Microsoft und IBM sowie das Blockchain-Konsortium R3.

Eine der heute veröffentlichten Lösungen ist eine Reihe von Standard-APIs (Application Programming Interfaces) und trägt den Namen EEA Off-Chain Trusted Compute Specification V1.0. Diese APIs unterstützen die Entwicklung mit Programmen für Blockchain-Transaktionen, die Datenschutz, Prognosedienste und eine rechenintensive Arbeitslast erfordern.

Die Off-Chain-Lösung soll es Unternehmen ermöglichen, die für ihren Anwendungsfall am besten geeignete vertrauenswürdige Rechnertechnologie zu wählen. Diese umfassen etwa Trusted Execution Environments, Zero-Knowledge-Proofs und Trusted Multi-Party-Compute.

In einer Erklärung zu den Lösungen würdigte der EEA-Geschäftsführer Ron Resnick insbesondere den Beitrag der EEA-Mitglieder, darunter etwa Microsoft, Intel, Banco Santander und ConsenSys.

Er erklärte, dass viele Anwendungsfälle im Zusammenhang mit Unternehmens-Blockchains komplexe Lösungen für "Datenschutz, Sicherheit, Durchsatz und Latenz" erfordern würden. Er fügte hinzu:

"Einige Transaktionen müssen vorübergehend off-Chain verschoben werden, um an einer anderen Stelle berechnet zu werden. Daraufhin kommt lediglich eine Zusammenfassung an die Haupt-Chain zurück. Das ist eine vielversprechende Methode, um derartige Anforderungen zu erfüllen."

Parallel dazu hat die EEA auch die Enterprise Ethereum Client Specification V3 veröffentlicht. Diese soll die Berechtigungssysteme der Kunden vereinfachen und flexibler gestalten.

Um die neueste Lösung zu entwickeln, hat sich die Arbeitsgruppe für technische Standards der EEA mit Leistungs- und Interoperabilitätsproblemen befasst. Für die Lösung dieser konkreten Probleme hat man sich aufgrund von Feedback von Anwendern und branchenübergreifenden EEA-Interessengruppen entschieden.

Dabei wurden auch die Implementierungserfahrung und das Kundenfeedback zur Unternehmens-Blockchain-Software von BlockApps, Clearmatics, ConsenSys und JPMorgan Quorum berücksichtigt.

Wie Cointelegraph im April berichtete, hat die EEA eine Blockchain-neutrale Initiative namens Token Taxonomy ins Leben gerufen. Diese soll Token in nicht-technischen und branchenübergreifenden Begriffen definieren, um die Akzeptanz von Unternehmens-Token in großem Maßstab zu fördern.