Die portugiesische Polizei und die Europol haben gemeinsam einen großen Geldfälscherring lahmgelegt, wobei Gelder in Höhe von 77.000 Euro sichergestellt wurden.
Fälschungen im Wert von 1,3 Mio. Euro
Wie das brasilianische Nachrichtenportal Sputnik am 10. September berichtet, haben die Geldfälscher ihre illegalen Banknoten im Darknet verkauft und wurden im Gegenzug mit Bitcoin bezahlt.
Die Geldfälscher sollen seit 2017 aktiv gewesen sein und seitdem mehr als 1,3 Mio. Euro an falschen Banknoten in Umlauf gebracht haben. Der Anführer der Bande wurde zuvor in Kolumbien festgenommen und diese Woche zurück nach Europa ausgeliefert.
Laut Polizei handelte es sich bei den illegalen Banknoten um hochqualitative Fälschungen, die selbst einige der entscheidenden Sicherheitsmerkmale, wie Hologramme und Wasserzeichen, originalgetreu nachgemacht hatten.
Ein Sprecher der Polizei erklärte in diesem Zusammenhang:
„Oftmals werden solche Fälschungen erst in den Banken erkannt. Im Alltagsgebrauch gehen sie meist als ganz normales Geld durch.“
Bitcoin ist zugleich Teil und Lösung des Problems
Das Nachrichtenportal betont explizit, dass die Verbrecher sich für Bitcoin als „Zahlungsmethode“ entschieden haben, was auch die Kryptobranche aufhorchen lassen sollte, da die Kryptowährung in diesem Fall illegale Aktivitäten begünstigt.
Vor wenigen Wochen gab es in Europa einen ähnlichen Fall, bei dem gefälschte Goldbarren in den Tresoren von JPMorgan Chase gefunden wurden.
Wie Cointelegraph berichtet hatte, wurden ungefähr 1.000 verdächtige Goldbarren gefunden und aus dem Verkehr gezogen, allerdings befürchten Experten, dass die Dunkelziffer bedeutend höher ist.
Francis Pouliot, der Gründer einer kanadischen Bitcoin-Handelsplattform, kommentierte daraufhin spöttisch, dass die marktführende Kryptowährung dieses Problem lösen könnte, da jegliche Transaktionen auf dem Bitcoin-Netzwerk automatisch verifiziert werden, wodurch keine Fälschung möglich ist.
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