Die Stimmung am Kryptomarkt ist auf einen historischen Tiefstand gesunken, was laut Analysten von Matrixport in der Vergangenheit immer einem kurzfristigen Aufschwung vorausging. Allerdings warnen sie davor, dass weitere Kursverluste möglich sind.
„Die Stimmung ist auf ein extrem niedriges Niveau gesunken, was den allgemeinen Pessimismus auf dem gesamten Markt widerspiegelt“, sagte Matrixport in einer Mitteilung am Dienstag.
Der von Matrixport entwickelte „Fear and Greed Index“ für Bitcoin (BTC) deutet darauf hin, dass sich „dauerhafte Tiefststände“ bilden, wenn der gleitende 21-Tage-Durchschnitt unter null fällt und dann wieder nach oben dreht, was derzeit der Fall ist.
„Dieser Übergang signalisiert, dass der Verkaufsdruck nachlässt und sich die Marktbedingungen zu stabilisieren beginnen.“
Matrixport warnte jedoch davor, dass die Preise kurzfristig noch weiter fallen könnten. In der Vergangenheit hätten diese stark negativen Stimmungswerte attraktive Einstiegsmöglichkeiten geboten, hieß es.
„Angesichts der zyklischen Beziehung zwischen der Stimmung und der Preisentwicklung von Bitcoin deutet der jüngste Wert darauf hin, dass sich der Markt möglicherweise einem weiteren Wendepunkt nähert“, hieß es.

Kryptomarkt-Stimmung auf Vierjahrestief
Das Stimmungsbarometer war zuletzt im Juni 2024 und im November 2025 so niedrig, jeweils nach Phasen starker Markteinbrüche.
Der „Fear and Greed Index“ von Alternative.me befindet sich ebenfalls auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2022, mit einem Wert von 10 von 100, was „extreme Angst“ bedeutet.
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Wenn Bitcoin den Februar mit einem Minus schließt, hat er fünf Monatsverluste in Folge verzeichnet, was die längste Verlustserie seit 2018 und einen der stärksten anhaltenden Ausverkäufe in der Geschichte darstellt.
Bitcoin auf historischem Überverkaufsniveau
Frank Holmes, Vorsitzender des Bitcoin-Mining-Unternehmens Hive, sagte am Montag, dass Bitcoin derzeit etwa zwei Standardabweichungen unter seiner 20-Tage-Handelsnorm liegt. „Dieses Niveau haben wir in den letzten fünf Jahren nur dreimal gesehen“, sagte er.
„Historisch gesehen haben solche Extreme in den folgenden 20 Handelstagen zu kurzfristigen Erholungen geführt“, erklärte er.
„Trotz der anhaltenden Marktunsicherheit bleibe ich langfristig optimistisch, da die Fundamentaldaten nach wie vor stark sind.“


