Facebook-Veteranen bringen ETH-basierte App für digitale Sammlerstücke auf den Markt

Ein New Yorker Startup, das von einer Gruppe von Facebook-Veteranen gegründet wurde, hat eine mit Ether (ETH) funktionierende mobile Social-App auf den Markt gebracht, die die Erstellung von und den Handel mit einzigartigen digitalen Sammlerstücken unterstützt. Das wurde in einer Pressemitteilung am 30. April bekanntgegeben, die Cointelegraph vorliegt.

Das Startup namens "Editional" soll sich eine Seed-Finanzierung in Höhe von umgerechnet rund 1,3 Mio. Euro gesichert haben. Unterstützung bekam es dabei von hochkarätigen Krypto-Investoren, wie etwa ConsenSys Ventures, Digital Currency Group und CoinFund, so die Pressemitteilung.

Die verbraucherfreundliche Blockchain-App Editional - die am 30. April im iTunes Store für iOS-Geräte verfügbar sein soll - gibt Nutzern die Möglichkeit, ihre digitale Kunst oder ihre Designs direkt über ihr Handy hochzuladen und als einzigartiges Sammlerstück in der Community zu präsentieren.

Die Schöpfer können dabei eine bestimmte Anzahl von Editionen ihrer Werke herausgeben und als sammelbare, nicht-fungible Token monetarisieren. Diese können dann von Online-Sammlern auf offenen digitalen Marktplätzen, wie der dezentralen Blockchain-Anwendung OpenSea, in der Editional integriert ist, gehandelt werden.

Die Pressemitteilung betont, wie nützlich die Blockchain-Technologie für die Erstellung von und den Handel mit einzigartigen Sammlerstücken sei. Dabei heißt es:

"Mit der Blockchain-Verifizierung wird jedes Werk wirklich einzigartig, mit eingebettetem, nachweisbarem Eigentums- und Transaktionsverlauf. Außerdem werden damit Betrug und unerlaubte Kopien sowie der Weiterverkauf von einzigartigen Werken verhindert."

Die App rückt auch die sozialen Aspekte des künstlerischen Schaffens, den Verkauf und das Sammeln in den Fokus. Außerdem bietet sie einen Chat und eine Following-Funktion für Schöpfer, womit eine Online-Community geschaffen werden soll.


Im Herbst 2018 veröffentlichte Cointelegraph einen "Erklärt"-Artikel, der die konzeptionelle und technische Unterscheidung zwischen nicht fungiblen Token und anderen Krypto-Vermögenswerten umreißt.

Wie Cointelegraph in einer Analyse berichtete, hat sich die Haltung von Facebook gegenüber Krypto im Laufe des Jahres 2018 bedeutend geändert. Nachdem der Social-Network-Riese einst Kryptowährungs-Werbeanzeigen verboten hatte, erwägt er mutmaßlich nun, einen eigenen, an Fiat gekoppelten Stablecoin für die Benutzer seiner Messaging-Dienste WhatsApp, Messenger und Instagram herauszubringen.